University of Freiburg
Untersuchungen zur morphologischen Integrität von medialen Temporallappenstrukturen bei Patientinnen mit Borderline Persönlichkeitsstörung und Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung des Erwachsenenalters
Abstract
dc:description.abstractDie Borderline Persönlichkeitsstörung ist gekennzeichnet durch Impulsivität, aggressives und autoaggressives Verhalten sowie emotionale Instabilität. Ähnliches gilt auch für die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung des Erwachsenenalters, deren Hauptsymptome neben Mangel an Aufmerksamkeit und Überaktivität die emotionale Instabilität und Impulsivität sind. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand ist die Ätiologie beider Erkrankungen nicht vollständig geklärt. <br>Der Temporallappen und das Limbische System spielen eine zentrale Rolle beim Verarbeiten emotionaler Stimuli sowie dem Generieren von Emotionen. Ergebnisse verschiedener Studien deuten darauf hin, dass morphologische Veränderungen des Limbischen System, insbesondere der Amygdala und des Hippocampus, ein mögliches Korrelat der emotionalen Instabilität und Impulsivität darstellen. <br>In der vorliegenden Studie wurden zunächst mit Hilfe eines 2T Magnetresonanztomographen 3D-Datensätze von 8 BPD-Patientinnen, 7 ADHD-Patienten und 12 passenden Kontrollen akquiriert. Dann wurden die Hippocampus-, Amygdala- und Gehirnvolumina gemessen und verglichen. <br>Als Hauptbefund zeigte sich dabei eine signifikante Volumenreduktion (- 22 %) der Amygdala von BPD-Patientinnen gegenüber den weiblichen Kontrollen. Außerdem waren die Hippocampi der BPD-Patientinnen 16 % (p = 0,006) kleiner als die der ADHD-Patienten. <br>Die Ergebnisse zeigen, dass die kleineren Hippocampus- und Amygdalavolumina kein anatomisches Korrelat emotionaler Instabilität und Impulsivität sind. Dies legt nahe, dass die Volumenreduktion einzelner Gehirnstrukturen einen recht unspezifischen Befund im Rahmen neuropsychiatrischer Erkrankungen darstellt. In weiteren Studien sollten verschiedene Substrukturen, auch des Orbitofrontal-, Dorsolateral- und Präfrontalkortex, gleichzeitig gemessen werden. Hier ließen sich dann eventuell symptomspezifische Konstellationen der Einzelvolumina aufdecken.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Geiger, Emanuel Valentin
- Contributors dc:contributor
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- Ebert, Dieter
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1166
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1166