University of Freiburg
Operative Therapie des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms Stadium I : eine retrospektive Studie
Abstract
dc:description.abstractZiel unserer retrospektiven Studie war es, prognostische Faktoren für rezidivfreies Überleben des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms im Stadium I herauszufinden. Methoden: In 9 Jahren wurden 338 Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom operiert. Davon wurden 272 Patienten in die multivariate Analyse einbezogen. Das Durchschnittsalter betrug 63 Jahre (40-81 Jahre). Die durchgeführten Resektionen umfassten 215 Lobektomien und Bilobektomien, 36 Segment- und Keilresektionen und 21 Pneumonektomien. Das mediane Follow-up betrug 46 Monate. <br>Ergebnisse: Drei Patienten verstarben innerhalb der ersten 30 Tage nach der Operation. Am Ende des Follow-up waren 191 Patienten am Leben, 174 davon tumorfrei. 81 Patienten waren im Untersuchungszeitraum verstorben, davon 53 tumorbedingt. Die 5-Jahres-Gesamtüberlebensrate nach Operation betrug 65% (95% Konfidenzintervall [KI] 58-72%), tumorfreies Überleben betrug 59% (KI 51-66%). Signifikante prognostische Faktoren für tumorfreies Überleben waren T-Stadium (Relatives Risiko [RR] 1,7 für T2 zu T1, KI 1,0 - 3,0), Alter (RR 1,9 für > 70 Jahre zu <= 70 Jahre, KI 1,1 - 3,1), Adenokarzinom zu Plattenepithelkarzinom (RR 2,3, KI 1,4 - 4,0) sowie Lymphangiosis carcinomatosa (RR 2,3, KI 1,2 – 4,4). <br>Schlussfolgerung: Zusammenfassend bestätigt diese Studie, dass die Prognose des frühen Bronchialkarzinoms von vielen Faktoren verschlechtert wird, die nicht durch eine Modifikation der Operationstechnik beeinflusst werden können. Diese Faktoren sind Patientenalter, Tumorgröße, Histologie und histologische Differenzierung. Die meisten Patienten verstarben an Fernmetastasen. <br>Lymphangiosis carcinomatosa zeigte sich als mit einem mehr als 2-Fach höherem Risiko für ein Tumorrezidiv behaftet. Mit limitierter Resektion können für Patienten mit hoher Komorbidität befriedigende Ergebnisse erzielt werden. Auch wenn (vermutlich aus methodischen Gründen) in dieser Studie kein Unterschied im tumorfreien Überleben zwischen Patienten mit wenigen und mit vielen ausgeräumten Lymphknotenstationen festgestellt werden konnte, halten wir weiterhin eine radikale Lymphadenektomie als Beitrag zur vollständigen Tumorentfernung für erforderlich.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Siebert, Heiko
- Contributors dc:contributor
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- Wertzel, Heinz
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1162
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1162