{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1161"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1161","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Untersuchung der kortikalen Aktivierung durch Akupunktur mittels funktioneller Magnetresonanz (fMRI)","abstract":"In letzter Zeit sind einige Studien zur Untersuchung der kortikalen Aktivierung durch Akupunktur mittels fMRI publiziert worden. Wie zu Beginn eines neuen Forschungsansatzes nicht anders zu erwarten, sind die bisher publizierten Ergebnisse ziemlich heterogen.Das Ziel dieser Arbeit war es, diesen neuen Ansatz in der Akupunkturforschung weiter voranzutreiben und eine Grundlage für spätere Studien auf diesem Gebiet zu legen. Auch wenn spektakuläre Aktivierungen im visuellen Kortex durch Akupunktur an Punkten mit spezifischem therapeutischem Potential für Augenerkrankungen, die von anderen Gruppen gemacht wurden (Cho Z H et al 1998, 1999), nicht reproduziert werden konnten, wurden doch interessante Beobachtungen hinsichtlich Aktivierung anderer kortikaler Areale gemacht und Erkenntnisse gewonnen, die für zukünftige Studien auf diesem Gebiet hoffen lassen. <br> <br>So konnte in unseren Studien reproduzierbare kortikale Aktivierung durch Akupunktur in Arealen wie der Insel, dem Sulcus lateralis, dem Parieto-temporalen Kortex und dem anterioren Gyrus cinguli nachgewiesen werden. Aktivierung im Thalamus und Nucleus ruber, die im GLM beim Kontrastieren von Sham-Akupunktur versus Verum-Akupunktur demonstriert werden konnte, könnte auf ein unterschiedliches kortikales Aktivierungsmuster von Sham-Akupunktur und Verum-Akupunktur hinweisen und damit zur Aufklärung des Wirkmechanismus von Akupunktur beitragen. <br> <br>Unserer Einschätzung nach hat sich fMRI prinzipiell als Methode zur Untersuchung von Gehirnaktivierung durch Akupunktur als sehr nützlich erwiesen, auch wenn die Ergebnisse mit Sorgfalt zu betrachten sind und sich Limitationen durch die Methode selbst ergeben. Besonders die Entwicklung leiser fMRI Sequenzen, und der Einsatz von Tomographen mit höherer Auflösung könnten der zukünftigen Forschung auf diesem Gebiet zu gute kommen. Die Entwicklung einer adäquaten, standardisierten Kontrollbedingung für Akupunktur sowie die Einführung einer objektiven Erfassungsmöglichkeit für den Akupunktur Erfolg (De Qi) sind weitere Schritte, die es hinsichtlich zukünftiger Studien zu bewältigen gilt.","abstract_html":"In letzter Zeit sind einige Studien zur Untersuchung der kortikalen Aktivierung durch Akupunktur mittels fMRI publiziert worden. Wie zu Beginn eines neuen Forschungsansatzes nicht anders zu erwarten, sind die bisher publizierten Ergebnisse ziemlich heterogen.Das Ziel dieser Arbeit war es, diesen neuen Ansatz in der Akupunkturforschung weiter voranzutreiben und eine Grundlage für spätere Studien auf diesem Gebiet zu legen. Auch wenn spektakuläre Aktivierungen im visuellen Kortex durch Akupunktur an Punkten mit spezifischem therapeutischem Potential für Augenerkrankungen, die von anderen Gruppen gemacht wurden (Cho Z H et al 1998, 1999), nicht reproduziert werden konnten, wurden doch interessante Beobachtungen hinsichtlich Aktivierung anderer kortikaler Areale gemacht und Erkenntnisse gewonnen, die für zukünftige Studien auf diesem Gebiet hoffen lassen. &lt;br&gt; &lt;br&gt;So konnte in unseren Studien reproduzierbare kortikale Aktivierung durch Akupunktur in Arealen wie der Insel, dem Sulcus lateralis, dem Parieto-temporalen Kortex und dem anterioren Gyrus cinguli nachgewiesen werden. Aktivierung im Thalamus und Nucleus ruber, die im GLM beim Kontrastieren von Sham-Akupunktur versus Verum-Akupunktur demonstriert werden konnte, könnte auf ein unterschiedliches kortikales Aktivierungsmuster von Sham-Akupunktur und Verum-Akupunktur hinweisen und damit zur Aufklärung des Wirkmechanismus von Akupunktur beitragen. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Unserer Einschätzung nach hat sich fMRI prinzipiell als Methode zur Untersuchung von Gehirnaktivierung durch Akupunktur als sehr nützlich erwiesen, auch wenn die Ergebnisse mit Sorgfalt zu betrachten sind und sich Limitationen durch die Methode selbst ergeben. Besonders die Entwicklung leiser fMRI Sequenzen, und der Einsatz von Tomographen mit höherer Auflösung könnten der zukünftigen Forschung auf diesem Gebiet zu gute kommen. Die Entwicklung einer adäquaten, standardisierten Kontrollbedingung für Akupunktur sowie die Einführung einer objektiven Erfassungsmöglichkeit für den Akupunktur Erfolg (De Qi) sind weitere Schritte, die es hinsichtlich zukünftiger Studien zu bewältigen gilt.","abstract_has_math":false,"creators":["Gareus, Isabel"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Hennig, Jürgen"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:22:03Z","subjects":["fMRI","kortikale Aktivierung","visueller Kortex","funktionelle Magnetresonanztomographie","acupuncture","cortical activation","visual cortex"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/1161","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Hennig, Jürgen"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Gareus, Isabel"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["fMRI","kortikale Aktivierung","visueller Kortex","funktionelle Magnetresonanztomographie","acupuncture","cortical activation","visual cortex"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["In letzter Zeit sind einige Studien zur Untersuchung der kortikalen Aktivierung durch Akupunktur mittels fMRI publiziert worden. Wie zu Beginn eines neuen Forschungsansatzes nicht anders zu erwarten, sind die bisher publizierten Ergebnisse ziemlich heterogen.Das Ziel dieser Arbeit war es, diesen neuen Ansatz in der Akupunkturforschung weiter voranzutreiben und eine Grundlage für spätere Studien auf diesem Gebiet zu legen. Auch wenn spektakuläre Aktivierungen im visuellen Kortex durch Akupunktur an Punkten mit spezifischem therapeutischem Potential für Augenerkrankungen, die von anderen Gruppen gemacht wurden (Cho Z H et al 1998, 1999), nicht reproduziert werden konnten, wurden doch interessante Beobachtungen hinsichtlich Aktivierung anderer kortikaler Areale gemacht und Erkenntnisse gewonnen, die für zukünftige Studien auf diesem Gebiet hoffen lassen. <br> <br>So konnte in unseren Studien reproduzierbare kortikale Aktivierung durch Akupunktur in Arealen wie der Insel, dem Sulcus lateralis, dem Parieto-temporalen Kortex und dem anterioren Gyrus cinguli nachgewiesen werden. Aktivierung im Thalamus und Nucleus ruber, die im GLM beim Kontrastieren von Sham-Akupunktur versus Verum-Akupunktur demonstriert werden konnte, könnte auf ein unterschiedliches kortikales Aktivierungsmuster von Sham-Akupunktur und Verum-Akupunktur hinweisen und damit zur Aufklärung des Wirkmechanismus von Akupunktur beitragen. <br> <br>Unserer Einschätzung nach hat sich fMRI prinzipiell als Methode zur Untersuchung von Gehirnaktivierung durch Akupunktur als sehr nützlich erwiesen, auch wenn die Ergebnisse mit Sorgfalt zu betrachten sind und sich Limitationen durch die Methode selbst ergeben. Besonders die Entwicklung leiser fMRI Sequenzen, und der Einsatz von Tomographen mit höherer Auflösung könnten der zukünftigen Forschung auf diesem Gebiet zu gute kommen. Die Entwicklung einer adäquaten, standardisierten Kontrollbedingung für Akupunktur sowie die Einführung einer objektiven Erfassungsmöglichkeit für den Akupunktur Erfolg (De Qi) sind weitere Schritte, die es hinsichtlich zukünftiger Studien zu bewältigen gilt.","Recently several studies using fMRI to investigate the cortical response to acupuncture have been published. As can be expected at the outset of preliminary research the results of these studies are quite heterogeneous. The aim of this dissertation was not only to carry on this new approach but also to lay a foundation for future research in this field. In our studies we could not reproduce the sensational activation in the primary visual cortex while needling acupuncture-points with a specific therapeutic potential for eye-related disorders published by other authors (Cho Z H et al 1998, 1999). However, we did observe activation of other cortical areas as well as reveal findings that might be useful for future research in this field. <br> <br>In our studies reproducible cortical activation of areas such as the insula, the sulcus lateralis, the parieto-temporal cortex and the anterior cingulate gyrus could be demonstrated through acupuncture. BOLD-activation patterns of the thalamus and the nucleus ruber, which showed significant activation in testing true vs. sham acupuncture, could point to a different cortical activation pattern of sham versus real acupuncture. These findings might contribute to clarify the mode of action of acupuncture in the future. <br> <br>From our point of view fMRI has proven to be a useful method to investigate the cortical response to acupuncture. However, obtained results should be evaluated carefully and the limitations of the method itself should be kept in mind. Especially the developing of quiet fMRI-sequences as well as the further development of scanners with higher resolution could contribute to further research in this field. Further approaches to obtain an adequate, standardized control-condition for acupuncture as well as setting forth to eventually introduce an objective method to grasp a good acupuncture effect (de qi) are further steps to take in future research."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Untersuchung der kortikalen Aktivierung durch Akupunktur mittels funktioneller Magnetresonanz (fMRI)","Investigation of cortical activation by acupuncture using functional magnetic resonance imaging (fMRI)"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Hennig, Jürgen"],"dc:creator":["Gareus, Isabel"],"dc:description.abstract":["In letzter Zeit sind einige Studien zur Untersuchung der kortikalen Aktivierung durch Akupunktur mittels fMRI publiziert worden. Wie zu Beginn eines neuen Forschungsansatzes nicht anders zu erwarten, sind die bisher publizierten Ergebnisse ziemlich heterogen.Das Ziel dieser Arbeit war es, diesen neuen Ansatz in der Akupunkturforschung weiter voranzutreiben und eine Grundlage für spätere Studien auf diesem Gebiet zu legen. Auch wenn spektakuläre Aktivierungen im visuellen Kortex durch Akupunktur an Punkten mit spezifischem therapeutischem Potential für Augenerkrankungen, die von anderen Gruppen gemacht wurden (Cho Z H et al 1998, 1999), nicht reproduziert werden konnten, wurden doch interessante Beobachtungen hinsichtlich Aktivierung anderer kortikaler Areale gemacht und Erkenntnisse gewonnen, die für zukünftige Studien auf diesem Gebiet hoffen lassen. <br> <br>So konnte in unseren Studien reproduzierbare kortikale Aktivierung durch Akupunktur in Arealen wie der Insel, dem Sulcus lateralis, dem Parieto-temporalen Kortex und dem anterioren Gyrus cinguli nachgewiesen werden. Aktivierung im Thalamus und Nucleus ruber, die im GLM beim Kontrastieren von Sham-Akupunktur versus Verum-Akupunktur demonstriert werden konnte, könnte auf ein unterschiedliches kortikales Aktivierungsmuster von Sham-Akupunktur und Verum-Akupunktur hinweisen und damit zur Aufklärung des Wirkmechanismus von Akupunktur beitragen. <br> <br>Unserer Einschätzung nach hat sich fMRI prinzipiell als Methode zur Untersuchung von Gehirnaktivierung durch Akupunktur als sehr nützlich erwiesen, auch wenn die Ergebnisse mit Sorgfalt zu betrachten sind und sich Limitationen durch die Methode selbst ergeben. Besonders die Entwicklung leiser fMRI Sequenzen, und der Einsatz von Tomographen mit höherer Auflösung könnten der zukünftigen Forschung auf diesem Gebiet zu gute kommen. Die Entwicklung einer adäquaten, standardisierten Kontrollbedingung für Akupunktur sowie die Einführung einer objektiven Erfassungsmöglichkeit für den Akupunktur Erfolg (De Qi) sind weitere Schritte, die es hinsichtlich zukünftiger Studien zu bewältigen gilt.","Recently several studies using fMRI to investigate the cortical response to acupuncture have been published. As can be expected at the outset of preliminary research the results of these studies are quite heterogeneous. The aim of this dissertation was not only to carry on this new approach but also to lay a foundation for future research in this field. In our studies we could not reproduce the sensational activation in the primary visual cortex while needling acupuncture-points with a specific therapeutic potential for eye-related disorders published by other authors (Cho Z H et al 1998, 1999). However, we did observe activation of other cortical areas as well as reveal findings that might be useful for future research in this field. <br> <br>In our studies reproducible cortical activation of areas such as the insula, the sulcus lateralis, the parieto-temporal cortex and the anterior cingulate gyrus could be demonstrated through acupuncture. BOLD-activation patterns of the thalamus and the nucleus ruber, which showed significant activation in testing true vs. sham acupuncture, could point to a different cortical activation pattern of sham versus real acupuncture. These findings might contribute to clarify the mode of action of acupuncture in the future. <br> <br>From our point of view fMRI has proven to be a useful method to investigate the cortical response to acupuncture. However, obtained results should be evaluated carefully and the limitations of the method itself should be kept in mind. Especially the developing of quiet fMRI-sequences as well as the further development of scanners with higher resolution could contribute to further research in this field. Further approaches to obtain an adequate, standardized control-condition for acupuncture as well as setting forth to eventually introduce an objective method to grasp a good acupuncture effect (de qi) are further steps to take in future research."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["fMRI","kortikale Aktivierung","visueller Kortex","funktionelle Magnetresonanztomographie","acupuncture","cortical activation","visual cortex"],"dc:title":["Untersuchung der kortikalen Aktivierung durch Akupunktur mittels funktioneller Magnetresonanz (fMRI)","Investigation of cortical activation by acupuncture using functional magnetic resonance imaging (fMRI)"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:22:03Z"}