{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1151"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1151","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Dreidimensionale Struktur- und Vitalitätsverteilung oraler bakterieller Biofilme (dentaler Plaque)","abstract":"Ziel der vorliegenden Studie war es, ein reproduzierbares und standardisiertes Verfahren zur Untersuchung von nativen Biofilmen zu entwickeln und die Parameter \"Vitalität\" und \"Dicke\" der dentalen Plaque zu untersuchen. Hierfür wurden die Methoden der Vitalfluoreszenztechnik und der konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopie (CLSM) kombiniert. <br>In einem Vorversuch wurde die Färbetechnik, die bei \"abgekratzten\" Biofilmen bereits etabliert war auf in situ Biofilme übertragen. Hierzu wurden 8 und 24 Stunden alte Biofilme in vitro gezüchtet, mit Vitalfluoreszenzfärbung gefärbt und direkt danach unter dem CLSM untersucht. <br>Der Hauptversuch gliederte sich in zwei Versuchsabschnitte. Im ersten Versuchsabschnitt trugen 8 Probanden Kunststoffschienen in Ober- und Unterkiefer, die jeweils mit 15 Glasplättchen als Aufwuchsfläche für den Biofilm bestückt waren. Nach 48 Stunden wurden die Probenplättchen entfernt und eine Vitalfluoreszenzfärbung durchgeführt. Die Vitalitätsverteilung der verschiedenen Schichten und die Biofilmdicke wurden unter dem CLSM untersucht. Die durchschnittliche Plaquedicke nach 48 Stunden betrug an den Bukkalflächen des Oberkiefers 77,63 ± 29.10 µm, an den Bukkalflächen des Unterkiefers 71,92 ± 26,34 µm. Palatinal bildete sich mit 52,08 ± 26,23 µm signifikant weniger Plaque als an den anderen Lokalisationen. Die Vitalitätswerte in den verschiedenen Schichten variierten abhängig vom Probanden in größerem Umfang. Die Untersuchung ergab jedoch, dass bei jedem einzelnen Probanden ein individuell charakteristisches Vitalitätsmuster erkennbar war, das nicht von der Lokalisation der Probe beeinflusst zu sein schien. <br>Im zweiten Versuchsabschnitt wurden die Schienen von 12 Probanden im Oberkiefer für 1 bis 3 Tage und für 4 bis 7 Tage getragen. Es zeigte sich, dass die Biofilmdicke in den ersten drei Tagen kontinuierlich zunahm. An den Tagen 4 bis 7 konnte kein signifikannter Unterschied mehr festgestellt werden. Die Vitalitätswerte der verschiedenen Probanden zeigten deutliche Unterschiede. Charakteristische Strukturmerkmale ließen sich über eins bis sieben Tage verteilt nicht eindeutig erkennen. Auch bei der Einteilung nach Tagen war kein eindeutiges Vitalitätsmuster erkennbar.","abstract_html":"Ziel der vorliegenden Studie war es, ein reproduzierbares und standardisiertes Verfahren zur Untersuchung von nativen Biofilmen zu entwickeln und die Parameter &quot;Vitalität&quot; und &quot;Dicke&quot; der dentalen Plaque zu untersuchen. Hierfür wurden die Methoden der Vitalfluoreszenztechnik und der konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopie (CLSM) kombiniert. &lt;br&gt;In einem Vorversuch wurde die Färbetechnik, die bei &quot;abgekratzten&quot; Biofilmen bereits etabliert war auf in situ Biofilme übertragen. Hierzu wurden 8 und 24 Stunden alte Biofilme in vitro gezüchtet, mit Vitalfluoreszenzfärbung gefärbt und direkt danach unter dem CLSM untersucht. &lt;br&gt;Der Hauptversuch gliederte sich in zwei Versuchsabschnitte. 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Die durchschnittliche Plaquedicke nach 48 Stunden betrug an den Bukkalflächen des Oberkiefers 77,63 ± 29.10 µm, an den Bukkalflächen des Unterkiefers 71,92 ± 26,34 µm. Palatinal bildete sich mit 52,08 ± 26,23 µm signifikant weniger Plaque als an den anderen Lokalisationen. Die Vitalitätswerte in den verschiedenen Schichten variierten abhängig vom Probanden in größerem Umfang. Die Untersuchung ergab jedoch, dass bei jedem einzelnen Probanden ein individuell charakteristisches Vitalitätsmuster erkennbar war, das nicht von der Lokalisation der Probe beeinflusst zu sein schien. <br>Im zweiten Versuchsabschnitt wurden die Schienen von 12 Probanden im Oberkiefer für 1 bis 3 Tage und für 4 bis 7 Tage getragen. Es zeigte sich, dass die Biofilmdicke in den ersten drei Tagen kontinuierlich zunahm. An den Tagen 4 bis 7 konnte kein signifikannter Unterschied mehr festgestellt werden. Die Vitalitätswerte der verschiedenen Probanden zeigten deutliche Unterschiede. Charakteristische Strukturmerkmale ließen sich über eins bis sieben Tage verteilt nicht eindeutig erkennen. Auch bei der Einteilung nach Tagen war kein eindeutiges Vitalitätsmuster erkennbar.","The aim of the study was to establish an in vivo dental biofilm model and to examine the intraoral biofilm thickness and the three-dimensional vitality distribution of dental biofilms. <br>In the first part of the study eight healthy volunteers had to wear individually designed acrylic appliances simultaneously in the upper and lower jaw for a period of 48 hours. Six glass slabs (three on each side) were fixed on each appliance as a substratum for following biofilm growth. After wearing, the specimens were removed from the splints and the adhering biofilms were stained using the vital fluorescence technique. Vitality distribution in the different layers of the dental biofilm and biofilm thickness were evaluated by confocal laser scanning microscopy (CLSM). The plaque thickness on the buccal sites of the upper and the lower jaw showed no significant differences. On the palatal site the biofilm thickness was significantly less than in the other evaluated locations. The vitality values revealed a great variation in the different biofilm layers and among the eight subjects. Nevertheless, the analysis of the data of each single volunteer revealed a very similar vitality pattern in all twelve locations. <br>In the second part of the study twelve healthy volunteers had to wear the acrylic appliances for 1 to 3 days and for 4 to 7 days only in the upper jaw. As discribed in part one of the study, the specimens were processed by means of the vital fluorescence technique and evaluated by CLSM. During the first three days biofilm thickness increased continuously. At day 4 to 7 no significant differences could be noticed. The vitality values revealed a great variation in the different biofilm layers and among the twelve subjects. The analysis of the data showed no characteristical vitality pattern from day 1 to 7 in each single volunteer. <br>The in vivo biofilm model used represents a valuable and standardised tool for in situ testing of different influences on oral biofilm growth."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Dreidimensionale Struktur- und Vitalitätsverteilung oraler bakterieller Biofilme (dentaler Plaque)","Three-dimensional structure and vitality distribution of oral biofilms"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Arweiler, Nicole Birgit"],"dc:creator":["Hein, Nicole"],"dc:description.abstract":["Ziel der vorliegenden Studie war es, ein reproduzierbares und standardisiertes Verfahren zur Untersuchung von nativen Biofilmen zu entwickeln und die Parameter \"Vitalität\" und \"Dicke\" der dentalen Plaque zu untersuchen. 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Charakteristische Strukturmerkmale ließen sich über eins bis sieben Tage verteilt nicht eindeutig erkennen. Auch bei der Einteilung nach Tagen war kein eindeutiges Vitalitätsmuster erkennbar.","The aim of the study was to establish an in vivo dental biofilm model and to examine the intraoral biofilm thickness and the three-dimensional vitality distribution of dental biofilms. <br>In the first part of the study eight healthy volunteers had to wear individually designed acrylic appliances simultaneously in the upper and lower jaw for a period of 48 hours. Six glass slabs (three on each side) were fixed on each appliance as a substratum for following biofilm growth. After wearing, the specimens were removed from the splints and the adhering biofilms were stained using the vital fluorescence technique. Vitality distribution in the different layers of the dental biofilm and biofilm thickness were evaluated by confocal laser scanning microscopy (CLSM). 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