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University of Freiburg

Retrospektive Kontrolle zum Umfang der Befunderhebung bei kolorektalen Operationspräparaten (Qualitätssicherung)

Abstract

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Derzeit besteht unter den deutschen Pathologen kein Konens, welche Minimalbefunde durch den Pathologen bei der Aufarbeitung von kolorektalen Resektaten zu erheben und zu dokumentieren sind. Deshalb ist eine Qualitätskommission des Berufsverbandes der Pathologen mit der Erabeitung von Leitlinien zum kolorektalen Karzinom betraut. Die bei dem Entwurf dieser Leitlinien gefundenen Kriterien wurden durch diese Arbeit retrospektiv daraufhin überprüft, inwieweit sie schon vor Erstellung und Anwendung einer solchen Leitlinie berücksichtigt werden. <br>Ziel dieser Untersuchung war es, anhand eines Erfassungsbogens herauszufinden, inwieweit alle relevanten Daten kolorektaler Karzinome in den Jahren 1999 und 2000 bei 405 Operationspräparaten seitens der Pathologen und auch der Chirurgen tatsächlich erfasst und beschrieben wurden. <br> <br>Als Ergebnisse sind festzuhalten: <br>Bei den 40 durchgeführten anterioren Rektumresektionen bei diagnostizierten T3-Tumoren wären insgesamt 240 Angaben zu den diversen Randabständen erforderlich gewesen. Angegeben waren lediglich 86 (35,8%) Befunde. Bezüglich des Mesorektums waren insgesamt laut Erfassungsbogen 132 Angaben gefordert, welche in nur sieben Fällen (5,3%) dokumentiert wurden. Von 58 geforderten zirkumferentiellen Randabständen bei T3-Tumoren der anterioren- und abdomino-perinealen Rektumresektion wurden lediglich 29 (50%) beschrieben. Bei neun Patienten war der Tumorrandabstand zur Linea dentata größer oder gleich 20mm. In 34 Fällen (8,4%) waren keine Angaben bezüglich des Tumorrandabstandes zum Resektionsrand dokumentiert. Von den insgesamt 371 beschriebenen Randabständen waren 205 (50,6%) größer, 166 (40,1%) kleiner oder gleich 50mm. Davon betrug in 44 Fällen (11,9%) der Tumorrandabstand zum kolorektalen Resektat weniger als 2cm. <br>In fünf Fällen wurde das N-Stadium mit N3 dokumentiert, was die 5. Auflage der TNM-Klassifikationen der UICC nicht mehr vorsieht. <br>Bei zwölf Patienten (3%) war zum Befall der Grenzlymphknoten keine Aussage gemacht worden, bei weiteren fünf Patienten (1,2%) waren ebensolche überhaupt nicht vorhanden und in 48 Fällen wurde eine Tumorinfiltration dokumentiert. <br>In 89 Fällen (22%) waren Hemikolektomien angegeben, obwohl die Präparate teilweise eine erheblich kürzere Länge als 35 cm aufwiesen (z.B. 10 cm). <br>Die Tumorlänge war in 17 Fällen (4,4%), die Tumorbreite in 24 (6,2%) und die Tumordicke in 347 Fällen (89,4%) nicht beschrieben. In 52 Fällen (12,8%) waren alle Dimensionen, in 15 Fällen (3,7%) keine Dimensionen angegeben. In 116 Fällen (28,6%) war lediglich der größte Durchmesser angegeben. <br>352 Präparate (86,9%) waren in korrektem Zustand, in 15 Fällen (3,7%) waren technische Beanstandungen und in 33 Fällen (8,1%) Tumorinzisionen beschrieben. <br>Diese Ergebnisse machen die Notwendigkeit eines baldigen Konsens deutlich.

Author and committee

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Author dc:creator
  • Fritz, Dagmar
Contributors dc:contributor
  • Zentner, Josef

Subjects

dc:subject × 9

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https://freidok.uni-freiburg.de/data/1100
OAI identifier oai:identifier
oai:freidok.uni-freiburg.de:1100

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University of Freiburg
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Last updated
2026-07-24
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Fritz, Dagmar. Retrospektive Kontrolle zum Umfang der Befunderhebung bei kolorektalen Operationspräparaten (Qualitätssicherung). https://freidok.uni-freiburg.de/data/1100