{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1084"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1084","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Bedeutung der Thrombelastographie zur Beurteilung der Gerinnung bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen","abstract":"In vielen Bereichen der Medizin, z.B. in der Anästhesie, stellt die Thrombelastographie (TEG) einen wichtigen Bestandteil zur Gerinnungsbeurteilung dar. Es sollte evaluiert werden, ob sich diese Methode auch für die Geburtshilfe eignet, insbesondere bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen mit den dort häufig auftretenden Gerinnungsstörungen. Zusätzlich sollten die Unterschiede zwischen Schwangeren und nicht-Schwangeren bezüglich der Thrombelastographie untersucht werden. <br> <br>Dazu wurde das Citratblut von 50 Frauen im 3. Trimenon einer unkomplizierten Schwanger-schaft (KoS), 14 Frauen mit Präeklampsie (PE), 8 Frauen mit HELLP- Syndrom (HS) und 18 gesunde, „nicht schwangere“ Frauen (NS) mit dem roTEG® (Fa. Nobis, Endingen) untersucht. Das roTEG®- Verfahren stellt durch die Zugabe von Gerinnungsaktivatoren eine rasche, leicht zu handhabende Meßmethode dar. Gleichzeitig wurden ein kleines Blutbild, Quick und PTT zur weiteren Gerinnungsbeurteilung bestimmt. <br> <br>Die Koagulabilität ist in der Schwangerschaft erhöht, was sich in den roTEG®- Ergebnissen in einer verringerten Gerinnungszeit (CT) und Gerinnselbildungszeit (CFT) des extrinsischen Systems und einer Vergrößerung der maximalen Gerinnselfestigkeit (MCF) des extrinsischen und intrinsischen Systems zeigt. In der Präeklampsie-Gruppe zeigte sich eine Tendenz zu ei-ner noch stärkeren Hyperkoagulabilität. Dagegen war bei den Frauen mit HELLP- Syndrom eine Hypokoagulabilität ersichtlich. Die CFT des extrinsischen und intrinsischen Systems war signifikant verlängert, die MCF in beiden Systemen im Vergleich zur normalen Schwanger-schaft und zur Präeklampsie signifikant verringert. <br> <br>Diese Arbeit konnte zeigen, daß Patientinnen mit signifikanter Thrombozytopenie, aber rela-tiv normalen Thrombelastographie-Ergebnissen keine vermehrte Blutungsneigung aufwiesen. Im Gegensatz dazu kam es bei der Patientin mit dem deutlich pathologischen TEG (Pat. VII) intraoperativ zu einer massiven Blutungsstörung. Die roTEG®- Methode könnte sich beim HELLP- Syndrom, insbesondere bei ausgeprägter Thrombozytopenie dazu eignen, präopera-tiv die Gerinnung besser einschätzen zu können. Für eine endgültige Aussage sind aber noch weitere Untersuchungen mit einem größeren Kollektiv notwendig.","abstract_html":"In vielen Bereichen der Medizin, z.B. in der Anästhesie, stellt die Thrombelastographie (TEG) einen wichtigen Bestandteil zur Gerinnungsbeurteilung dar. Es sollte evaluiert werden, ob sich diese Methode auch für die Geburtshilfe eignet, insbesondere bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen mit den dort häufig auftretenden Gerinnungsstörungen. Zusätzlich sollten die Unterschiede zwischen Schwangeren und nicht-Schwangeren bezüglich der Thrombelastographie untersucht werden. &lt;br&gt; &lt;br&gt;Dazu wurde das Citratblut von 50 Frauen im 3. Trimenon einer unkomplizierten Schwanger-schaft (KoS), 14 Frauen mit Präeklampsie (PE), 8 Frauen mit HELLP- Syndrom (HS) und 18 gesunde, „nicht schwangere“ Frauen (NS) mit dem roTEG® (Fa. Nobis, Endingen) untersucht. Das roTEG®- Verfahren stellt durch die Zugabe von Gerinnungsaktivatoren eine rasche, leicht zu handhabende Meßmethode dar. 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Gleichzeitig wurden ein kleines Blutbild, Quick und PTT zur weiteren Gerinnungsbeurteilung bestimmt. <br> <br>Die Koagulabilität ist in der Schwangerschaft erhöht, was sich in den roTEG®- Ergebnissen in einer verringerten Gerinnungszeit (CT) und Gerinnselbildungszeit (CFT) des extrinsischen Systems und einer Vergrößerung der maximalen Gerinnselfestigkeit (MCF) des extrinsischen und intrinsischen Systems zeigt. In der Präeklampsie-Gruppe zeigte sich eine Tendenz zu ei-ner noch stärkeren Hyperkoagulabilität. Dagegen war bei den Frauen mit HELLP- Syndrom eine Hypokoagulabilität ersichtlich. Die CFT des extrinsischen und intrinsischen Systems war signifikant verlängert, die MCF in beiden Systemen im Vergleich zur normalen Schwanger-schaft und zur Präeklampsie signifikant verringert. <br> <br>Diese Arbeit konnte zeigen, daß Patientinnen mit signifikanter Thrombozytopenie, aber rela-tiv normalen Thrombelastographie-Ergebnissen keine vermehrte Blutungsneigung aufwiesen. Im Gegensatz dazu kam es bei der Patientin mit dem deutlich pathologischen TEG (Pat. VII) intraoperativ zu einer massiven Blutungsstörung. Die roTEG®- Methode könnte sich beim HELLP- Syndrom, insbesondere bei ausgeprägter Thrombozytopenie dazu eignen, präopera-tiv die Gerinnung besser einschätzen zu können. Für eine endgültige Aussage sind aber noch weitere Untersuchungen mit einem größeren Kollektiv notwendig.","This study evaluates the complete process of coagulation from the beginning of fibrin formation to the dissolution of the clot and has proven to very useful for the management of perioperative coagulopathies. Hereby, no activator of coagulation is added resulting in a rather long time span needed for analysis (at least 60 minutes). Further, the regular thrombelastographs are very shock sensitive. <br> <br>The new scanning system of the roTEG® restricts the directions to rotation which abolishes the sensitivity against shock and vibration. Further, roTEG® is performed using specific activators of coagulation which allows to reduce the time for anlysis to 20 minutes. The use of the specific reagents can investigate different parts of the coagulation cascade, for example the extrinsic system, the intrinsic system and the fibrinolysis. The integrated software gives the values of the coagulation time (CT), the clot formation time (CFT) and the maximal clot firmness (MCF). <br> <br>Already in normal pregnancy, there is a physiological hypercoagulability caused by increased synthesis of coagulation factors and decrease of fibrinolysis activation. Severe forms of hypertensive disorders of pregnancy, preeclampsia and HELLP syndrome, are accompanied by endothelial dysfunction causing an activation of coagulation and thrombus formation. Severe complication may even be dissiminated intravascular coagulation leading to multi organ damange. <br> <br>Results: <br>Normal pregnancy: decrease of CT and CFT in the extrinsic system, increase of MCF in the extrinsic and intrinsic system. <br>HELLP syndrome: increase of CFT and decrease of MCF in extrinsic and intrinsic system. <br>Preeclampsia: tendency to a decrease of CFT in the extrinsic system. <br> <br>Discussion: <br>It could be expected roTEG® analysis showed an activation of coagulation during normal pregnancy, especially of the extrinsic system. <br>In preeclamptic patients, roTEG® analysis showed a tendency to coagulation activation, whereas HELLP patients had a decreased coagulation activity caused by thrombopenia and lack of coagulation factors. Therefore roTEG® may give an answer in which state of coagulation patients with hypertensive diseases of pregnancy are. However even in HELLP patients most roTEG® parameters were still in the normal range suggesting that there is still sufficient coagulation activity. These results are preliminiary because of the low number of patients."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["unknown"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Bedeutung der Thrombelastographie zur Beurteilung der Gerinnung bei hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen","The use of Thrombelastography with the roTEG® in Preeclampsia and HELLP Syndrome"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Zahradnik, Hans Peter"],"dc:creator":["Bonn, Christiane"],"dc:description.abstract":["In vielen Bereichen der Medizin, z.B. in der Anästhesie, stellt die Thrombelastographie (TEG) einen wichtigen Bestandteil zur Gerinnungsbeurteilung dar. 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Im Gegensatz dazu kam es bei der Patientin mit dem deutlich pathologischen TEG (Pat. VII) intraoperativ zu einer massiven Blutungsstörung. Die roTEG®- Methode könnte sich beim HELLP- Syndrom, insbesondere bei ausgeprägter Thrombozytopenie dazu eignen, präopera-tiv die Gerinnung besser einschätzen zu können. Für eine endgültige Aussage sind aber noch weitere Untersuchungen mit einem größeren Kollektiv notwendig.","This study evaluates the complete process of coagulation from the beginning of fibrin formation to the dissolution of the clot and has proven to very useful for the management of perioperative coagulopathies. Hereby, no activator of coagulation is added resulting in a rather long time span needed for analysis (at least 60 minutes). Further, the regular thrombelastographs are very shock sensitive. <br> <br>The new scanning system of the roTEG® restricts the directions to rotation which abolishes the sensitivity against shock and vibration. Further, roTEG® is performed using specific activators of coagulation which allows to reduce the time for anlysis to 20 minutes. The use of the specific reagents can investigate different parts of the coagulation cascade, for example the extrinsic system, the intrinsic system and the fibrinolysis. The integrated software gives the values of the coagulation time (CT), the clot formation time (CFT) and the maximal clot firmness (MCF). <br> <br>Already in normal pregnancy, there is a physiological hypercoagulability caused by increased synthesis of coagulation factors and decrease of fibrinolysis activation. Severe forms of hypertensive disorders of pregnancy, preeclampsia and HELLP syndrome, are accompanied by endothelial dysfunction causing an activation of coagulation and thrombus formation. Severe complication may even be dissiminated intravascular coagulation leading to multi organ damange. <br> <br>Results: <br>Normal pregnancy: decrease of CT and CFT in the extrinsic system, increase of MCF in the extrinsic and intrinsic system. <br>HELLP syndrome: increase of CFT and decrease of MCF in extrinsic and intrinsic system. <br>Preeclampsia: tendency to a decrease of CFT in the extrinsic system. <br> <br>Discussion: <br>It could be expected roTEG® analysis showed an activation of coagulation during normal pregnancy, especially of the extrinsic system. <br>In preeclamptic patients, roTEG® analysis showed a tendency to coagulation activation, whereas HELLP patients had a decreased coagulation activity caused by thrombopenia and lack of coagulation factors. Therefore roTEG® may give an answer in which state of coagulation patients with hypertensive diseases of pregnancy are. 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