University of Freiburg
Rotationsfehlstellung des Kopf-/Halsfragmentes nach Osteosynthese trochanterer Femurfrakturen mit der dynamischen Hüftschraube (DHS) der AO
Abstract
dc:description.abstractIn der Unfallchirurgischen Abteilung des Klinikums Villingen-Schwenningen wurden in den Jahren 1993-1997 insgesamt 303 Patienten mit trochanteren Femurfrakturen durch eine Osteosynthese mit der dynamischen Hüftschraube (DHS) der AO operativ versorgt. <br>Die Röntgenbilder des Patientengutes aus 1997 (N = 75) wurden im Hinblick auf eine Rotationsfehlstellung des Kopf-/ Halsfragmentes analysiert. <br>Zur Analyse wurde der mediale Öffnungswinkel, der sich im Übergang Femurkopf zu Schenkelhals kreuzenden Haupttrajektorien ausgemessen und mit der unverletzten Gegenseite sowie mit den im Verlauf der postoperativen Kontrollen dokumentierten Winkeln verglichen. Eine Änderung des Winkels als Indiz für eine Rotationsfehlstellung des Kopf-/ Halsfragmentes wurde bei einer Differenz von größer als vier Grad angenommen. <br>Von den 71 auswertbaren Fällen konnte bei 12 Patienten (= 16,9%) eine Differenz der Trajektorienwinkel von größer / gleich sechs Grad auf den postoperativen Röntgenbildern im Vergleich zur unverletzten Gegenseite festgestellt werden. <br>Die Berechnung der tatsächlichen Rotation des Kopf-/ Halsfragmentes kann mit Hilfe einer erstellten Formel erfolgen. <br>Des weiteren wurden die Kollektive der 31-A 1- und 31-A 2-Frakturklassifikationen der AO miteinander unter der Fragestellung, ob die instabilen A 2-Frakturen eher zur Ausbildung einer Rotationsfehlstellung des proximalen Frakturfragmentes tendieren verglichen. Hierbei konnte keine Korrelation zwischen Frakturklassifikation und Ausbildung einer Rotationsfehlstellung des Kopf-/ Halsfragmentes festgestellt werden. <br>Klinisch wurde bei keinem der 71 Patienten eine Rotationsfehlstellung der operierten Extremität festgestellt. <br>Die Ausmessung der Trajektorienwinkel der jeweils unverletzten Seite ergab bei dem untersuchten Patientengut einen Durchschnittswert von 57,63 Grad, plus / minus 4,26 Grad einfache Standardabweichung mit einer Häufung bei 60 Grad in 28 Fällen (= 39,43%). <br>Anhand von fünf Röntgenverläufen wird die Auswirkung der Rotation des proximalen Frakturfragmentes um die DHS-Schraubenachse demonstriert.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Pirlich, Christian
- Contributors dc:contributor
-
- Thielemann, Friedrich W.
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1081
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1081