{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1080"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1080","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Sequenzbiopsien und Verlaufsbeobachtung bei der Idiopathischen/Primären Myelofibrose","abstract":"Das Krankheitsbild der CIMF, das zum Formenkreis der Ph- CMPE gehört, ist gekennzeichnet durch eine progrediente Fibrosierung der Markräume. Erst neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Markfibrose kein obligates diagnostisches Kriterium darstellt und keine Abgrenzung von anderen Entitäten, insbesondere nicht von der echten ET erlaubt. Eine Fibrosierungstendenz mit/ohne Osteosklerose wird oft erst im Krankheitsverlauf deutlich, fehlt in den Initialstadien jedoch noch häufig. Dies ist insofern nicht erstaunlich, als dass die gesteigerte und gestörte Akkumulation extrazelluläre Matrixproteine von aktivierten Stromazellen, die nach bisherigen Kenntnissen nicht zum neoplastischen Klon gehören, als zytokin-induziertes Sekundärphänomen gebildet werden. <br>Diese Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, das frühe initiale Stadium der CIMF vorallem anhand morphologischer Befunde von prätherapeutischen Beckenkammbiopsien näher zu charakterisieren und den Verlauf unter unterschiedlichen Therapiemodalitäten zu verfolgen. Dieser Ansatz war möglich, da aus dem Archiv des Pathologischen Instituts 224 Fälle mit Sequenzbiopsien über einen langen Zeitraum bis zu 136 Monaten rekrutiert werden konnten, von denen auch ausreichende klinische Angaben vorlagen. <br>Nach den Befunden der initialen Biopsie wurden die Patienten in die prä- bzw. initial fibrotische Gruppe „frühe CIMF“ (62,5%) bzw. in die eindeutig fibrotische bis osteosklerotische Gruppe „späte CIMF“ unterteilt. Ein Teil der frühen CIMF Fälle war initial als ET klassifiziert worden, konnte aber nach den inzwischen definierten WHO-Richtlinien eindeutig der CIMF zugeordnet werden. Als Schlüsselkriterien dienten das Zellbild, die clusterförmige Lagerung und die Histotopographie der Megakaryopoese. <br>Bei allen Patienten lag eine Anämie vor, die bei der späten CIMF ausgeprägter war und deutlicher zunahm. Die Leukozytenwerte nahmen bei der frühen Form leicht ab, stiegen jedoch bei der späten CIMF im Krankheitsverlauf an. Alle Gruppen zeigten eine Thrombozytose, die bei der frühen CIMF eine gering abnehmende Tendenz zeigte, bei der späten CIMF stärker abfiel, aber oberhalb des Normbereichs verblieb. Eine Splenomegalie entwickelten nur die Patienten mit der späten Form der CIMF. <br>Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung lag bei der Evaluation der Markfibrose im longitudinalen Krankheitsverlauf. Unabhängig von der Therapiemodalität zeigten 58,5% der Patienten eine Progression, nur 6,7% eine Regression der Fibrose und bei 34,8%, überwiegend bereits im fibrotischen Endstadium, trat keine Veränderung des Fibrosegrades auf. <br>Hervorzuheben ist, dass Standardtherapeutika wie Interferon, Hydroxyurea oder Busulfan keinen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung bzw. Regression der Knochenmarkfibrose erkennen ließen. <br>Die vorliegende Studie unterstreicht die Problematik der Abgrenzung zwischen früher CIMF und echter ET und verdeutlicht die Dynamik des Krankheitsverlaufs der CIMF insbesondere in Hinblick auf die Markfibrose, die von der üblichen Therapie nicht wesentlich beeinflusst wird. Neuere Therapieansätze z. B. die allogene SZT oder die anti-angiogenetisch wirksame Substanz Thalidomid versprechen derzeit eine bessere anti-fibrotische Wirksamkeit. Der Einsatz von Imatinib in Phase II Studien verspricht eine Inhibition der Tyrosinkinaseaktivität von c-kit und dem PDGF-Rezeptor und damit möglicherweise eine Blockierung des Fibrosierungsprozesses bei der CIMF. Auch bei der Evaluation dieser aktuell diskutierten Therapiestrategien erscheint auch in Anbetracht der hier diskutierten Befunde eine Objektivierung anhand der Beckenkammhistologie empfehlenswert.","abstract_html":"Das Krankheitsbild der CIMF, das zum Formenkreis der Ph- CMPE gehört, ist gekennzeichnet durch eine progrediente Fibrosierung der Markräume. Erst neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Markfibrose kein obligates diagnostisches Kriterium darstellt und keine Abgrenzung von anderen Entitäten, insbesondere nicht von der echten ET erlaubt. Eine Fibrosierungstendenz mit/ohne Osteosklerose wird oft erst im Krankheitsverlauf deutlich, fehlt in den Initialstadien jedoch noch häufig. Dies ist insofern nicht erstaunlich, als dass die gesteigerte und gestörte Akkumulation extrazelluläre Matrixproteine von aktivierten Stromazellen, die nach bisherigen Kenntnissen nicht zum neoplastischen Klon gehören, als zytokin-induziertes Sekundärphänomen gebildet werden. &lt;br&gt;Diese Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, das frühe initiale Stadium der CIMF vorallem anhand morphologischer Befunde von prätherapeutischen Beckenkammbiopsien näher zu charakterisieren und den Verlauf unter unterschiedlichen Therapiemodalitäten zu verfolgen. Dieser Ansatz war möglich, da aus dem Archiv des Pathologischen Instituts 224 Fälle mit Sequenzbiopsien über einen langen Zeitraum bis zu 136 Monaten rekrutiert werden konnten, von denen auch ausreichende klinische Angaben vorlagen. &lt;br&gt;Nach den Befunden der initialen Biopsie wurden die Patienten in die prä- bzw. initial fibrotische Gruppe „frühe CIMF“ (62,5%) bzw. in die eindeutig fibrotische bis osteosklerotische Gruppe „späte CIMF“ unterteilt. Ein Teil der frühen CIMF Fälle war initial als ET klassifiziert worden, konnte aber nach den inzwischen definierten WHO-Richtlinien eindeutig der CIMF zugeordnet werden. Als Schlüsselkriterien dienten das Zellbild, die clusterförmige Lagerung und die Histotopographie der Megakaryopoese. &lt;br&gt;Bei allen Patienten lag eine Anämie vor, die bei der späten CIMF ausgeprägter war und deutlicher zunahm. Die Leukozytenwerte nahmen bei der frühen Form leicht ab, stiegen jedoch bei der späten CIMF im Krankheitsverlauf an. Alle Gruppen zeigten eine Thrombozytose, die bei der frühen CIMF eine gering abnehmende Tendenz zeigte, bei der späten CIMF stärker abfiel, aber oberhalb des Normbereichs verblieb. Eine Splenomegalie entwickelten nur die Patienten mit der späten Form der CIMF. &lt;br&gt;Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung lag bei der Evaluation der Markfibrose im longitudinalen Krankheitsverlauf. Unabhängig von der Therapiemodalität zeigten 58,5% der Patienten eine Progression, nur 6,7% eine Regression der Fibrose und bei 34,8%, überwiegend bereits im fibrotischen Endstadium, trat keine Veränderung des Fibrosegrades auf. &lt;br&gt;Hervorzuheben ist, dass Standardtherapeutika wie Interferon, Hydroxyurea oder Busulfan keinen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung bzw. Regression der Knochenmarkfibrose erkennen ließen. &lt;br&gt;Die vorliegende Studie unterstreicht die Problematik der Abgrenzung zwischen früher CIMF und echter ET und verdeutlicht die Dynamik des Krankheitsverlaufs der CIMF insbesondere in Hinblick auf die Markfibrose, die von der üblichen Therapie nicht wesentlich beeinflusst wird. Neuere Therapieansätze z. B. die allogene SZT oder die anti-angiogenetisch wirksame Substanz Thalidomid versprechen derzeit eine bessere anti-fibrotische Wirksamkeit. Der Einsatz von Imatinib in Phase II Studien verspricht eine Inhibition der Tyrosinkinaseaktivität von c-kit und dem PDGF-Rezeptor und damit möglicherweise eine Blockierung des Fibrosierungsprozesses bei der CIMF. Auch bei der Evaluation dieser aktuell diskutierten Therapiestrategien erscheint auch in Anbetracht der hier diskutierten Befunde eine Objektivierung anhand der Beckenkammhistologie empfehlenswert.","abstract_has_math":false,"creators":["Lutz, Marion-Annette"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Schmitt-Gräff, Annette"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":null,"date_issued":"","date_published":null,"updated_at":"2026-07-24T02:21:58Z","subjects":["myelofibrosis","bone marrow biopsy"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/data/1080","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Schmitt-Gräff, Annette"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Lutz, Marion-Annette"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["DoctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["myelofibrosis","bone marrow biopsy"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Das Krankheitsbild der CIMF, das zum Formenkreis der Ph- CMPE gehört, ist gekennzeichnet durch eine progrediente Fibrosierung der Markräume. Erst neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Markfibrose kein obligates diagnostisches Kriterium darstellt und keine Abgrenzung von anderen Entitäten, insbesondere nicht von der echten ET erlaubt. Eine Fibrosierungstendenz mit/ohne Osteosklerose wird oft erst im Krankheitsverlauf deutlich, fehlt in den Initialstadien jedoch noch häufig. Dies ist insofern nicht erstaunlich, als dass die gesteigerte und gestörte Akkumulation extrazelluläre Matrixproteine von aktivierten Stromazellen, die nach bisherigen Kenntnissen nicht zum neoplastischen Klon gehören, als zytokin-induziertes Sekundärphänomen gebildet werden. <br>Diese Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, das frühe initiale Stadium der CIMF vorallem anhand morphologischer Befunde von prätherapeutischen Beckenkammbiopsien näher zu charakterisieren und den Verlauf unter unterschiedlichen Therapiemodalitäten zu verfolgen. Dieser Ansatz war möglich, da aus dem Archiv des Pathologischen Instituts 224 Fälle mit Sequenzbiopsien über einen langen Zeitraum bis zu 136 Monaten rekrutiert werden konnten, von denen auch ausreichende klinische Angaben vorlagen. <br>Nach den Befunden der initialen Biopsie wurden die Patienten in die prä- bzw. initial fibrotische Gruppe „frühe CIMF“ (62,5%) bzw. in die eindeutig fibrotische bis osteosklerotische Gruppe „späte CIMF“ unterteilt. Ein Teil der frühen CIMF Fälle war initial als ET klassifiziert worden, konnte aber nach den inzwischen definierten WHO-Richtlinien eindeutig der CIMF zugeordnet werden. Als Schlüsselkriterien dienten das Zellbild, die clusterförmige Lagerung und die Histotopographie der Megakaryopoese. <br>Bei allen Patienten lag eine Anämie vor, die bei der späten CIMF ausgeprägter war und deutlicher zunahm. Die Leukozytenwerte nahmen bei der frühen Form leicht ab, stiegen jedoch bei der späten CIMF im Krankheitsverlauf an. Alle Gruppen zeigten eine Thrombozytose, die bei der frühen CIMF eine gering abnehmende Tendenz zeigte, bei der späten CIMF stärker abfiel, aber oberhalb des Normbereichs verblieb. Eine Splenomegalie entwickelten nur die Patienten mit der späten Form der CIMF. <br>Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung lag bei der Evaluation der Markfibrose im longitudinalen Krankheitsverlauf. Unabhängig von der Therapiemodalität zeigten 58,5% der Patienten eine Progression, nur 6,7% eine Regression der Fibrose und bei 34,8%, überwiegend bereits im fibrotischen Endstadium, trat keine Veränderung des Fibrosegrades auf. <br>Hervorzuheben ist, dass Standardtherapeutika wie Interferon, Hydroxyurea oder Busulfan keinen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung bzw. Regression der Knochenmarkfibrose erkennen ließen. <br>Die vorliegende Studie unterstreicht die Problematik der Abgrenzung zwischen früher CIMF und echter ET und verdeutlicht die Dynamik des Krankheitsverlaufs der CIMF insbesondere in Hinblick auf die Markfibrose, die von der üblichen Therapie nicht wesentlich beeinflusst wird. Neuere Therapieansätze z. B. die allogene SZT oder die anti-angiogenetisch wirksame Substanz Thalidomid versprechen derzeit eine bessere anti-fibrotische Wirksamkeit. Der Einsatz von Imatinib in Phase II Studien verspricht eine Inhibition der Tyrosinkinaseaktivität von c-kit und dem PDGF-Rezeptor und damit möglicherweise eine Blockierung des Fibrosierungsprozesses bei der CIMF. Auch bei der Evaluation dieser aktuell diskutierten Therapiestrategien erscheint auch in Anbetracht der hier diskutierten Befunde eine Objektivierung anhand der Beckenkammhistologie empfehlenswert.","The chronic idiopathic myelofibrosis CIMF (Agnogenic myeloid metaplaia) shows a developping fibrosis of the bone marrow during disease. Only recent studies show that bone marrow is not the only diagnostic hallmark. Neither gives it help to diiferentiate from other entities especially not from essential thrombocythemia. The tendency of developing fibrosis with or without osteosclerosis is becoming evident only in the course of the disease. The aim of this study was on the one hand to carefully caracterize the early stage of the disease CIMF/AMM with help of morphological findings of pretherapeutic bone marrow biopsies and on the other hand to observe the effect of different therapeutic strategies. Therefore there were 224 pateints with sequential bone marrow biopsies and their clinical parameters analyzed. We put the patients in 2 groups: first group represented patients with preinitial fibrotic stage called \"early CIMF\". Second group represented patinets in a fibrotic/ostesclerotic stage called \"late CIMF\". Some of the patients of the first group were classified at the beginning as ET, but showed after the new WHO criteria to be rather diagnosed as CIMF. The most important diagnostic criteria were cytology and megacaryocytes. Results: An anemia was found in all patients, a more severe anemia within the \"late CIMF\" group. During course of disease the leucocyte count was reduced in the \"Early CIMF\", whereas it was advanced in th \"Late CIMF\" group. The most important interest was the evaluation of the bone marrow fibrosis during the course of the disease: 58,5% of the patinets showed a progression, only 6,7% a regression of the fibrosis. Only 34,8% showed no change in grade of fibrosis. Important is the fact that standardized therapies such as interferon, hydrourea or busulfan did not show an effect of the evolution/regression of bone marrow fibrosis. This study makes clearer the problem in differentiation between early CIMF and real ET and showes the dynamic of the disease process, especially what bone marrow fibrosis is concerned which is not really influenced by standard therapies. New therapeutic strategies such as allogene SCT or anti-angogenic substabces as thalidomid promise to be more efficient in defending the disease. The new substabce imatimib promise to inhinit the tyrosinkinase activity of c-kit and the pdgf-receptor and with that event. A bloc of developing fibrosis of the marrow will be achieved. To evaluate these new therapeutic strategies we think the best way of evaluation is with the help of sequential bone marrow biopsies."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Sequenzbiopsien und Verlaufsbeobachtung bei der Idiopathischen/Primären Myelofibrose","Sequential bone marrow biopsies and course of chronic idiopathic myelofibrosis with a special focus on the initial prefibrotic stage and the dynamic of myelofibrosis"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Schmitt-Gräff, Annette"],"dc:creator":["Lutz, Marion-Annette"],"dc:description.abstract":["Das Krankheitsbild der CIMF, das zum Formenkreis der Ph- CMPE gehört, ist gekennzeichnet durch eine progrediente Fibrosierung der Markräume. Erst neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die Markfibrose kein obligates diagnostisches Kriterium darstellt und keine Abgrenzung von anderen Entitäten, insbesondere nicht von der echten ET erlaubt. Eine Fibrosierungstendenz mit/ohne Osteosklerose wird oft erst im Krankheitsverlauf deutlich, fehlt in den Initialstadien jedoch noch häufig. Dies ist insofern nicht erstaunlich, als dass die gesteigerte und gestörte Akkumulation extrazelluläre Matrixproteine von aktivierten Stromazellen, die nach bisherigen Kenntnissen nicht zum neoplastischen Klon gehören, als zytokin-induziertes Sekundärphänomen gebildet werden. <br>Diese Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, das frühe initiale Stadium der CIMF vorallem anhand morphologischer Befunde von prätherapeutischen Beckenkammbiopsien näher zu charakterisieren und den Verlauf unter unterschiedlichen Therapiemodalitäten zu verfolgen. Dieser Ansatz war möglich, da aus dem Archiv des Pathologischen Instituts 224 Fälle mit Sequenzbiopsien über einen langen Zeitraum bis zu 136 Monaten rekrutiert werden konnten, von denen auch ausreichende klinische Angaben vorlagen. <br>Nach den Befunden der initialen Biopsie wurden die Patienten in die prä- bzw. initial fibrotische Gruppe „frühe CIMF“ (62,5%) bzw. in die eindeutig fibrotische bis osteosklerotische Gruppe „späte CIMF“ unterteilt. Ein Teil der frühen CIMF Fälle war initial als ET klassifiziert worden, konnte aber nach den inzwischen definierten WHO-Richtlinien eindeutig der CIMF zugeordnet werden. Als Schlüsselkriterien dienten das Zellbild, die clusterförmige Lagerung und die Histotopographie der Megakaryopoese. <br>Bei allen Patienten lag eine Anämie vor, die bei der späten CIMF ausgeprägter war und deutlicher zunahm. Die Leukozytenwerte nahmen bei der frühen Form leicht ab, stiegen jedoch bei der späten CIMF im Krankheitsverlauf an. Alle Gruppen zeigten eine Thrombozytose, die bei der frühen CIMF eine gering abnehmende Tendenz zeigte, bei der späten CIMF stärker abfiel, aber oberhalb des Normbereichs verblieb. Eine Splenomegalie entwickelten nur die Patienten mit der späten Form der CIMF. <br>Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung lag bei der Evaluation der Markfibrose im longitudinalen Krankheitsverlauf. Unabhängig von der Therapiemodalität zeigten 58,5% der Patienten eine Progression, nur 6,7% eine Regression der Fibrose und bei 34,8%, überwiegend bereits im fibrotischen Endstadium, trat keine Veränderung des Fibrosegrades auf. <br>Hervorzuheben ist, dass Standardtherapeutika wie Interferon, Hydroxyurea oder Busulfan keinen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung bzw. Regression der Knochenmarkfibrose erkennen ließen. <br>Die vorliegende Studie unterstreicht die Problematik der Abgrenzung zwischen früher CIMF und echter ET und verdeutlicht die Dynamik des Krankheitsverlaufs der CIMF insbesondere in Hinblick auf die Markfibrose, die von der üblichen Therapie nicht wesentlich beeinflusst wird. Neuere Therapieansätze z. B. die allogene SZT oder die anti-angiogenetisch wirksame Substanz Thalidomid versprechen derzeit eine bessere anti-fibrotische Wirksamkeit. Der Einsatz von Imatinib in Phase II Studien verspricht eine Inhibition der Tyrosinkinaseaktivität von c-kit und dem PDGF-Rezeptor und damit möglicherweise eine Blockierung des Fibrosierungsprozesses bei der CIMF. Auch bei der Evaluation dieser aktuell diskutierten Therapiestrategien erscheint auch in Anbetracht der hier diskutierten Befunde eine Objektivierung anhand der Beckenkammhistologie empfehlenswert.","The chronic idiopathic myelofibrosis CIMF (Agnogenic myeloid metaplaia) shows a developping fibrosis of the bone marrow during disease. Only recent studies show that bone marrow is not the only diagnostic hallmark. Neither gives it help to diiferentiate from other entities especially not from essential thrombocythemia. The tendency of developing fibrosis with or without osteosclerosis is becoming evident only in the course of the disease. The aim of this study was on the one hand to carefully caracterize the early stage of the disease CIMF/AMM with help of morphological findings of pretherapeutic bone marrow biopsies and on the other hand to observe the effect of different therapeutic strategies. Therefore there were 224 pateints with sequential bone marrow biopsies and their clinical parameters analyzed. We put the patients in 2 groups: first group represented patients with preinitial fibrotic stage called \"early CIMF\". Second group represented patinets in a fibrotic/ostesclerotic stage called \"late CIMF\". Some of the patients of the first group were classified at the beginning as ET, but showed after the new WHO criteria to be rather diagnosed as CIMF. The most important diagnostic criteria were cytology and megacaryocytes. Results: An anemia was found in all patients, a more severe anemia within the \"late CIMF\" group. During course of disease the leucocyte count was reduced in the \"Early CIMF\", whereas it was advanced in th \"Late CIMF\" group. The most important interest was the evaluation of the bone marrow fibrosis during the course of the disease: 58,5% of the patinets showed a progression, only 6,7% a regression of the fibrosis. Only 34,8% showed no change in grade of fibrosis. Important is the fact that standardized therapies such as interferon, hydrourea or busulfan did not show an effect of the evolution/regression of bone marrow fibrosis. This study makes clearer the problem in differentiation between early CIMF and real ET and showes the dynamic of the disease process, especially what bone marrow fibrosis is concerned which is not really influenced by standard therapies. New therapeutic strategies such as allogene SCT or anti-angogenic substabces as thalidomid promise to be more efficient in defending the disease. The new substabce imatimib promise to inhinit the tyrosinkinase activity of c-kit and the pdgf-receptor and with that event. A bloc of developing fibrosis of the marrow will be achieved. To evaluate these new therapeutic strategies we think the best way of evaluation is with the help of sequential bone marrow biopsies."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:subject":["myelofibrosis","bone marrow biopsy"],"dc:title":["Sequenzbiopsien und Verlaufsbeobachtung bei der Idiopathischen/Primären Myelofibrose","Sequential bone marrow biopsies and course of chronic idiopathic myelofibrosis with a special focus on the initial prefibrotic stage and the dynamic of myelofibrosis"],"dc:type":["DoctoralThesis"]},"updated_at":"2026-07-24T02:21:58Z"}