{"id":{"repo_id":"freiburg-diss","oai_identifier":"oai:freidok.uni-freiburg.de:1029"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/freiburg-diss/oai:freidok.uni-freiburg.de:1029","repository":{"repo_id":"freiburg-diss","name":"University of Freiburg","base_url":"https://freidok.uni-freiburg.de/oai/oai2.php"},"display":{"title":"Histomorphologische Beurteilung der Kiefergelenke nach forcierter Kallusdistraktion am horizontalen Ast des Hundeunterkiefers","abstract":"Die Kallusdistraktion im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich stellt eine neues Behandlungskonzept dar. Ziel dieser Studie war es, mögliche Auswirkungen einer entsprechenden multidirektionalen Manipulation auf die Strukturen des Kiefergelenks zu untersuchen. Dazu wurde an 30 Beagleunterkiefern nach einer linearen sagittalen Distraktion von 10 mm eine Abwinkelung der Distraktionsapparatur um 20°/30° nach kranial durchgeführt. Nach einer Konsolidierungszeit von 6 bzw. 13 Wochen, wurden die Tiere euthanasiert und die Kiefergelenke nach Aufarbeitung gefärbt. Die Untersuchung erfolgte qualitativ mittels Licht- und Fluoreszenzmikroskop, sowie quantitativ durch die Messung der Knorpeldicken. Als Kontrollgruppe dienten 13 Beagles der gleichen Altersgruppe ohne Distraktion am Gesichtsskelett. <br>Bei den Tieren mit einer 6-wöchigen Konsolidierungszeit war eine progressive Adaptation histologisch durch eine Knorpelhypertrophie und Knochenapposition am Kondylus nachzuweisen. Nach 13 Wochen manifestierten sich entsprechende Reaktionen in geringerer Ausprägung auch im Bereich der temporalen Kiefergelenkregionen. Diese Ergebnisse konnten mikroskopisch bestätigt werden. Gleichzeitig mit der progressiven Adaptation wurden bei zwei Tieren regressive Veränderungen festgestellt: Die quantitative Untersuchung ergab signifikante Unterschiede zwischen den Knorpeldicken der verschiedenen Hundegruppen lateral-intermedial, zentral-intermedial und lateral-dorsal auf der temporalen Gelenkseite sowie zentral-ventral und zentral-intermedial auf der kondylären Gelenkseite. Es kann gefolgert werden, dass bei einer sagittalen Kallusdistraktion im Bereich des Unterkieferastes mit anschließender Manipulation des Kallus Adaptationsprozesse im gesamten Kiefergelenk resultieren; gleichzeitig ist die Gefahr einer destruktiven Schädigung der Kiefergelenke nicht auszuschließen.","abstract_html":"Die Kallusdistraktion im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich stellt eine neues Behandlungskonzept dar. Ziel dieser Studie war es, mögliche Auswirkungen einer entsprechenden multidirektionalen Manipulation auf die Strukturen des Kiefergelenks zu untersuchen. 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Es kann gefolgert werden, dass bei einer sagittalen Kallusdistraktion im Bereich des Unterkieferastes mit anschließender Manipulation des Kallus Adaptationsprozesse im gesamten Kiefergelenk resultieren; gleichzeitig ist die Gefahr einer destruktiven Schädigung der Kiefergelenke nicht auszuschließen.","Biphasic distraction osteogenesis is a new technique for mandibular lengthening to prevent anterior open bite. Applying distraction osteogenesis at the mandible results also in incongruence of the condyles in the temporomandibular fossa. The purpose of this study was to assess in a canine model the adaptive capacity of the temporomandibular joint to sagittal callus distraction followed by an angulation procedure of the mandible. Bilateral, mandibular distraction was performed in 30 adult beagle dogs using an extraoral, multiplanar distraction device. The protocol consisted of 5 day latency and a distraction rate of 1 mm/d for 10 days, at day 11 a cranial angulation of 20°/30° was performed, the consolidation period was 6 and 13 weeks, respectively. After the animals were sacrificed, the temporomandibular joints were harvested, processed for histologic examination and histomorphometric analysis. Fourteen beagle dogs matched in age and gender from another independent study with no mandibular callus distraction served as reference group. Significant adaptive remodeling was observed in the temporomanidbular joints of all animals of the study group. After 6 weeks the alterations were mainly found at the condyles, but after 13 weeks they occurred at the condyles and in the glenoid fossae. The width of the cartilage was significantly changed in the central and lateral areas. In individual cases regressive adaptive changes, such as focal, subchondral bone necrosis, deep vascularisation, osteoclastic resorption and formation of chondral clefts were observed. The temporomandibular joint demonstrated its high adaptive capacity to compensate incongruence between the condyle and the glenoid fossa caused by distraction osteogenesis of the mandible. However, one should be aware of degenerative changes in the temporomandibular joint after biphasic distraction of the mandible."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Histomorphologische Beurteilung der Kiefergelenke nach forcierter Kallusdistraktion am horizontalen Ast des Hundeunterkiefers","Histomorphological assessment of the condyle after callusdistraction at the horizontal part of the mandible"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Jonas, Irmtrud"],"dc:creator":["Immenkamp, Kristian Bernhard"],"dc:description.abstract":["Die Kallusdistraktion im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich stellt eine neues Behandlungskonzept dar. Ziel dieser Studie war es, mögliche Auswirkungen einer entsprechenden multidirektionalen Manipulation auf die Strukturen des Kiefergelenks zu untersuchen. 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Gleichzeitig mit der progressiven Adaptation wurden bei zwei Tieren regressive Veränderungen festgestellt: Die quantitative Untersuchung ergab signifikante Unterschiede zwischen den Knorpeldicken der verschiedenen Hundegruppen lateral-intermedial, zentral-intermedial und lateral-dorsal auf der temporalen Gelenkseite sowie zentral-ventral und zentral-intermedial auf der kondylären Gelenkseite. Es kann gefolgert werden, dass bei einer sagittalen Kallusdistraktion im Bereich des Unterkieferastes mit anschließender Manipulation des Kallus Adaptationsprozesse im gesamten Kiefergelenk resultieren; gleichzeitig ist die Gefahr einer destruktiven Schädigung der Kiefergelenke nicht auszuschließen.","Biphasic distraction osteogenesis is a new technique for mandibular lengthening to prevent anterior open bite. Applying distraction osteogenesis at the mandible results also in incongruence of the condyles in the temporomandibular fossa. 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After 6 weeks the alterations were mainly found at the condyles, but after 13 weeks they occurred at the condyles and in the glenoid fossae. The width of the cartilage was significantly changed in the central and lateral areas. In individual cases regressive adaptive changes, such as focal, subchondral bone necrosis, deep vascularisation, osteoclastic resorption and formation of chondral clefts were observed. The temporomandibular joint demonstrated its high adaptive capacity to compensate incongruence between the condyle and the glenoid fossa caused by distraction osteogenesis of the mandible. 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