University of Freiburg
Psychotherapeutische Kurzzeitintervention zur Beeinflussung von Angst und Depression bei Patienten in der Akutphase nach Myokardinfarkt : eine Pilotstudie im Rahmen des Psychosomatischen Liaisondienstes an der Abteilung für Kardiologie
Abstract
dc:description.abstractIn Form einer Pilotstudie wurden die Auswirkungen einer psychotherapeutischen Kurzzeitintervention auf Angst und Depression in der Akutphase nach Myokardinfarkt untersucht und die Machbarkeit in Bezug auf das Studiendesign und die Umsetzung erprobt. <br>Die Intervention wurde als offene Gesprächspsychotherapie nach Rogers durchgeführt. Es fanden sich weder im Verlauf noch zwischen der Interventions- und der Kontrollgruppe statistisch signifikante Veränderungen. Der psychotherapeutische Liaisondienst stieß bei Patienten, Ärzten und Pflegepersonal auf eine hohe Akzeptanz. <br>Dadurch, daß die Basisevaluation oft am gleichen Tag wie die Intervention stattfand, entstand eine methodische Unschärfe, die jedoch auf eine mögliche positive Beeinflussung von Angst und Depression in der akuten Phase nach Myokardinfarkt hindeutete, aber auch zu einer Verzerrung der Verlaufsergebnisse führte. Diese zeigten nach einem Jahr einen Anstieg vor allem von Depression in der Interventionsgruppe und ein Abfallen von Angst und Depression in der Kontrollgruppe. <br>Methodisch zeigte sich die Notwendigkeit, die Meßinstrumente möglichst früh auszugeben, am besten durch das Pflegeteam als Teil der Routine bei der Aufnahme des Patienten auf die Intensivstation. Zudem ist es erforderlich, das therapeutische Erstgespräch innerhalb der ersten 24 Stunden anzusetzen. Weitere Studien sollten ausreichend große Kollektive und höhere Therapiedosen beinhalten und den Lebenspartner, Pflegeteam und Ärzte verstärkt integrieren. <br>Angst und Depression und deren Beeinflussung durch eine psychotherapeutische Intervention sollten als Prädiktoren für kardiale Komplikationen, Reinfarktrate, kardiovaskuläre Risikofaktoren und Lebensqualität untersucht werden. Auch sollten die Dauer der Liegezeiten, Arbeitsunfähigkeit und Anzahl der Rehospitalisierungen im Rahmen einer Kosten-/Nutzen-Analyse evaluiert werden. Dabei sollten nicht nur quantitative sondern auch qualitative Untersuchungsansätze Berücksichtigung finden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Engelking, Elias Jacob
- Contributors dc:contributor
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- Wirsching, Michael
Subjects
dc:subject × 7Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1028
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1028