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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Interaktion von inflammatorisch aktivierten retinalen Pigmentepithelzellen mit retinaler Mikroglia und neuronalen Zellen

Abstract

dc:description.abstract

Bei der altersbedingten Makuladegeneration wird angenommen, dass entzündliche Prozesse zur Krankheitsentstehung beitragen. Als wesentlich beteiligt gilt hierbei die retinale Mikroglia. Zudem können auch die Zellen des retinalen Pigmentepithels (RPE) entzündlich aktiviert werden. In dieser Arbeit untersuchten wir die Wirkung von inflammatorisch aktivierten RPE-Zellen auf retinale Mikroglia und neuronale Zellen. RPE-Zellen und Mikroglia wurden aus Schweineaugen gewonnen. Zusätzlich wurde eine neuronale Zelllinie (SH-SY5Y) menschlichen Ursprungs verwendet. Zur entzündlichen Aktivierung kamen Agonisten von Toll-like-Rezeptoren in unterschiedlichen Konzentrationen zum Einsatz: Pam2CSK4 (Pam; TLR-2), Polyinosin-Polycytidylsäure (Poly I:C; TLR-3) und Lipopolysaccharid (LPS; TLR-4). Die Zellviabilität wurde mittels MTT-Assay bestimmt. Die Zytokinsekretion wurde per ELISA und die Expression mittels Real-Time PCR analysiert. Die Agonisten hatten keinen Einfluss auf die Viabilität der RPE-Zellen. Alle TLR-Agonisten induzierten in den RPE-Zellen vor allem die Sekretion von IL-6 und IL-8. Bei den Mikroglia steigerte die proinflammatorische Stimulation die metabolische Aktivität. Alle Agonisten induzierten in den Mikrogliazellen die Sekretion von IL-1β, IL-8 und TNF-α. In der Real-time PCR induzierten LPS und Pam zudem die Expression von IL-6, IL-1β und iNOS. Die Stimulation der SH-SY5Y-Zellen mit Überständen von Mikrogliazellen, die zuvor mit Überständen von, mit Poly I:C stimulierten, RPE-Zellen behandelt wurden, führte zu geringfügigen Veränderungen der Viabilität. Der Überstand stimulierter RPE-Zellen reduzierte, unabhängig vom verwendeten Agonisten, die Sekretion von TNF-α und IL-8 in den Mikroglia. Zudem zeigte sich eine leichte Induktion von IL-1β in den Mikroglia, die mit dem Überstand von, mit Pam behandelten, RPE-Zellen inkubiert wurden. In der Real-time PCR reduzierte der Überstand von, mit LPS stimulierten, RPE-Zellen signifikant die Expression von iNOS und IL-6, nicht jedoch die von IL-1ß. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass entzündlich aktivierte RPE-Zellen eine regulierende Wirkung auf die proinflammatorische Aktivierung von Mikroglia ausüben, was die Bedeutung der Interaktion zwischen diesen beiden retinalen Zelltypen unterstreicht.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Year
2026

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Dietrich, Luisa
Contributors dc:contributor
  • Klettner, Alexa Karina
  • Böttner, Martina

Subjects

dc:subject × 4

Identifiers

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OAI identifier oai:identifier
oai:macau.uni-kiel.de:macau_mods_00008590

Chain of custody

source
Harvested from
Christian-Albrechts Universität Kiel
Base URL
macau.uni-kiel.de/servlets/OAIDataProvider
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Dietrich, Luisa. Interaktion von inflammatorisch aktivierten retinalen Pigmentepithelzellen mit retinaler Mikroglia und neuronalen Zellen. thesis.doctoral thesis, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 2026. https://macau.uni-kiel.de/receive/macau_mods_00008590