{"id":{"repo_id":"cau-kiel","oai_identifier":"oai:macau.uni-kiel.de:macau_mods_00008305"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/cau-kiel/oai:macau.uni-kiel.de:macau_mods_00008305","repository":{"repo_id":"cau-kiel","name":"Christian-Albrechts Universität Kiel","base_url":"https://macau.uni-kiel.de/servlets/OAIDataProvider"},"display":{"title":"Neurofilament light chain","abstract":"Diese retrospektive Fall-Kontroll-Studie untersuchte den Biomarker Neurofilament light chain (NfL) bei Patient*innen mit Status epilepticus. Zu den zentralen Fragestellungen gehörte der Vergleich mit neurologisch gesunden Kontrollen, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Statusformen sowie die prognostische Aussagekraft des NfL. Außerdem sollten Aussagen zu der Neurodestruktion im SE und bei der Therapie mit Anästhetika getroffen werden. Mithilfe der Simoa®-Technologie wurden NfL-Konzentrationen von SE-Patient*innen in Liquor und Serum sowie die Serumkonzentrationen der Kontrollen bestimmt. Zur Analyse des Biomarkers wurden Gruppen- und Subgruppenanalysen mithilfe von t-Tests, Kruskal-Wallis-Tests sowie linearen Korrelationen durchgeführt. Vorhandene prognostische Skalen für den SE wurden mittels ROC-Kurven geprüft. Ergebnisse Die NfL-Konzentration war bei den SE-Patient*innen signifikant höher als bei den Kontrollen (p<0,001). Die Serum- und Liquorkonzentrationen waren hochkorreliert (Rho=0,686, p<0,001). Ebenfalls einen starken Zusammenhang zeigte NfL mit der Statusdauer (Rho=0,597, p<0,001) sowie der Zeit vom Statusbeginn bis zur Probenentnahme (Rho=0,621, p<0,001). Diese wurden in den weiteren Analysen als Kovariate mit einbezogen. Es konnte kein Unterschied im NfL zwischen konvulsiven und nonkonvulsiven SE (p=0,655) und zwischen nichtrefraktären und (super-)refraktären SE (p=0,799) gefunden werden. NfL zeigte keinen Zusammenhang mit den prognostischen Parametern (p=0,23) und dem Tod (p=0,535). Schlussfolgerungen Die NfL-Bestimmung mittels Simoa® aus dem Serum bildet die Neurodestruktion verlässlich ab, es muss keine Liquorpunktion erfolgen. NfL scheint vor allem von der Statusdauer abzuhängen, nicht von der Art des Status oder von der Therapierefraktärität. Der nonkonvulsive und der konvulsive SE haben in unserer Studie eine vergleichbare Neurodestruktion verursacht, es handelt sich demnach um Notfälle ähnlicher Dringlichkeit. Weitere Studien sollten folgen, um die klinische Anwendbarkeit von NfL als Biomarker zu untersuchen und die Neurodestruktion der Subgruppen besser zu verstehen.","abstract_html":"Diese retrospektive Fall-Kontroll-Studie untersuchte den Biomarker Neurofilament light chain (NfL) bei Patient*innen mit Status epilepticus. Zu den zentralen Fragestellungen gehörte der Vergleich mit neurologisch gesunden Kontrollen, die Unterscheidung zwischen verschiedenen Statusformen sowie die prognostische Aussagekraft des NfL. 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