Abstract
dc:description.abstractDiese Arbeit untersucht das Motiv der Götterversammlung in ausgewählten poetischen Texten des Alten Testaments, insbesondere in Psalm 82, Deuteronomium 32 und Psalm 89. Ziel ist es, zentrale Merkmale dieses Motivs herauszuarbeiten und zu klären, weshalb es von den jeweiligen Autoren verwendet wurde. Methodisch verbindet die Arbeit literarische, textkritische und traditionsgeschichtliche Analysen, wobei auch altorientalische Parallelen – insbesondere aus ugaritischen Texten – berücksichtigt werden. Die Analysen zeigen, dass die Götterversammlung im Alten Testament als strukturierte Versammlung unter der Leitung JHWHs dargestellt wird, in der weitere göttliche Wesen unterschiedliche Rollen einnehmen. Dabei wird deutlich, dass das Motiv nicht als Ausdruck eines fortbestehenden Polytheismus zu verstehen ist, sondern vielmehr theologisch funktional eingesetzt wird. Es dient unter anderem dazu, die universale Herrschaft JHWHs, seine richterliche Autorität sowie seine Wirkmächtigkeit gegenüber anderen Mächten hervorzuheben. Zugleich lässt sich eine Entwicklung im Umgang mit dem Motiv erkennen, insbesondere im Spannungsfeld zwischen monotheistischen und älteren traditionsgeschichtlichen Vorstellungen. Die Arbeit zeigt somit, dass die Götterversammlung ein vielschichtiges theologisches Konzept darstellt, das zur Profilierung zentraler Aussagen alttestamentlicher Theologie beiträgt.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
- Year
- 2022
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Linhardt, Helena
- Contributors dc:contributor
-
- Rudnig-Zelt, Susanne
- Zernecke, Anna Elise
Subjects
dc:subject × 11Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://macau.uni-kiel.de/receive/macau_mods_00008163
- OAI identifier oai:identifier
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