{"id":{"repo_id":"cau-kiel","oai_identifier":"oai:macau.uni-kiel.de:macau_mods_00008044"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/cau-kiel/oai:macau.uni-kiel.de:macau_mods_00008044","repository":{"repo_id":"cau-kiel","name":"Christian-Albrechts Universität Kiel","base_url":"https://macau.uni-kiel.de/servlets/OAIDataProvider"},"display":{"title":"Untersuchung Nahrungsmittel-reaktiver CD4+ T-Zellen im gesunden Zustand und in Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen","abstract":"Hintergrund: Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten von T-Zellen gegenüber Nahrungsmittelantigenen. So soll die Rolle von Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen für orale Toleranz eingeordnet werden. Außerdem werden Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen von Patienten mit Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (CED) charakterisiert, um so das Wissen um den bislang nicht vollständig verstandenen Einfluss der Ernährung auf CED zu erweitern. Methodik: Die Antigen-reaktive T-Zell-Anreicherung ermöglicht die Detektion seltener Antigen-reaktiver T-Zellen in suffizienter Anzahl für eine detaillierte Analyse. Nach Stimulation von PBMC mit Milch- und Weizenprotein werden die Antigen-reaktiven T-Zellen anhand des frühen Aktivierungsmarkers CD154 magnetisch angereichert und anschließend durchflusszytometrisch analysiert. Ergebnisse: Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen sind bei Gesundspendern mit niedrigen Frequenzen nachweisbar und exprimieren in hohem Maß inhibitorische Rezeptoren. Kleine Fraktionen der Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen produzieren inflammatorische Zytokine wie IFN-γ oder IL-17A bei erhaltener IL-10-Produktion. Demgegenüber steht eine erhöhte Produktion inflammatorischer Zytokine in CED, so etwa in einer Subgruppe der Colitis-Ulcerosa-Patienten mit auffälliger IL-17A-Produktion gegen Milch. In Morbus Crohn fällt eine inflammatorische Reaktion gegenüber Weizenprotein auf, die sich durch erhöhte Frequenzen, sowie eine erhöhte IFN-γ-Produktion bei reduzierter IL-10-Produktion auszeichnet. Fazit: Im gesunden Zustand könnten niedrige Frequenzen und die IL-10-Produktion Nahrungsmittel-reaktiver T-Zellen Korrelat oraler Toleranz sein. Diese ist in CED möglicherweise gestört. Zur Klärung einer klinischen Relevanz der beobachteten Veränderungen in CED sind weitere Studien erforderlich.","abstract_html":"Hintergrund: Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten von T-Zellen gegenüber Nahrungsmittelantigenen. So soll die Rolle von Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen für orale Toleranz eingeordnet werden. Außerdem werden Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen von Patienten mit Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (CED) charakterisiert, um so das Wissen um den bislang nicht vollständig verstandenen Einfluss der Ernährung auf CED zu erweitern. Methodik: Die Antigen-reaktive T-Zell-Anreicherung ermöglicht die Detektion seltener Antigen-reaktiver T-Zellen in suffizienter Anzahl für eine detaillierte Analyse. Nach Stimulation von PBMC mit Milch- und Weizenprotein werden die Antigen-reaktiven T-Zellen anhand des frühen Aktivierungsmarkers CD154 magnetisch angereichert und anschließend durchflusszytometrisch analysiert. Ergebnisse: Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen sind bei Gesundspendern mit niedrigen Frequenzen nachweisbar und exprimieren in hohem Maß inhibitorische Rezeptoren. Kleine Fraktionen der Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen produzieren inflammatorische Zytokine wie IFN-γ oder IL-17A bei erhaltener IL-10-Produktion. Demgegenüber steht eine erhöhte Produktion inflammatorischer Zytokine in CED, so etwa in einer Subgruppe der Colitis-Ulcerosa-Patienten mit auffälliger IL-17A-Produktion gegen Milch. In Morbus Crohn fällt eine inflammatorische Reaktion gegenüber Weizenprotein auf, die sich durch erhöhte Frequenzen, sowie eine erhöhte IFN-γ-Produktion bei reduzierter IL-10-Produktion auszeichnet. Fazit: Im gesunden Zustand könnten niedrige Frequenzen und die IL-10-Produktion Nahrungsmittel-reaktiver T-Zellen Korrelat oraler Toleranz sein. Diese ist in CED möglicherweise gestört. Zur Klärung einer klinischen Relevanz der beobachteten Veränderungen in CED sind weitere Studien erforderlich.","abstract_has_math":false,"creators":["Schiffer, Anna Kathrin"],"institution":"Christian-Albrechts-Universität zu Kiel","degree_name":null,"degree_level":"thesis.doctoral","degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Bacher, Petra","Peipp, Matthias"],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":2026,"date_issued":"2026-02-12","date_published":"2026-02-12","updated_at":"2026-07-24T01:35:31Z","subjects":["T-Zellen","Orale Toleranz","Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen"],"languages":[],"rights":[],"rights_urls":[],"identifier_entries":[]},"links":{"outbound_url":"https://macau.uni-kiel.de/receive/macau_mods_00008044","outbound_label":"Repository record","outbound_source":"source_url"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Bacher, Petra","Peipp, Matthias"]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Schiffer, Anna Kathrin"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:publisher","label":"Institution","values":["Universitätsbibliothek Kiel"]},{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["PhDThesis"]},{"key":"thesis:degree_level","label":"Degree Level","values":["thesis.doctoral"]},{"key":"thesis:institution_name","label":"Thesis Institution Name","values":["Christian-Albrechts-Universität zu Kiel"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["T-Zellen","Orale Toleranz","Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description.abstract","label":"Abstract","values":["Hintergrund: Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten von T-Zellen gegenüber Nahrungsmittelantigenen. So soll die Rolle von Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen für orale Toleranz eingeordnet werden. Außerdem werden Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen von Patienten mit Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (CED) charakterisiert, um so das Wissen um den bislang nicht vollständig verstandenen Einfluss der Ernährung auf CED zu erweitern. Methodik: Die Antigen-reaktive T-Zell-Anreicherung ermöglicht die Detektion seltener Antigen-reaktiver T-Zellen in suffizienter Anzahl für eine detaillierte Analyse. Nach Stimulation von PBMC mit Milch- und Weizenprotein werden die Antigen-reaktiven T-Zellen anhand des frühen Aktivierungsmarkers CD154 magnetisch angereichert und anschließend durchflusszytometrisch analysiert. Ergebnisse: Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen sind bei Gesundspendern mit niedrigen Frequenzen nachweisbar und exprimieren in hohem Maß inhibitorische Rezeptoren. Kleine Fraktionen der Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen produzieren inflammatorische Zytokine wie IFN-γ oder IL-17A bei erhaltener IL-10-Produktion. Demgegenüber steht eine erhöhte Produktion inflammatorischer Zytokine in CED, so etwa in einer Subgruppe der Colitis-Ulcerosa-Patienten mit auffälliger IL-17A-Produktion gegen Milch. In Morbus Crohn fällt eine inflammatorische Reaktion gegenüber Weizenprotein auf, die sich durch erhöhte Frequenzen, sowie eine erhöhte IFN-γ-Produktion bei reduzierter IL-10-Produktion auszeichnet. Fazit: Im gesunden Zustand könnten niedrige Frequenzen und die IL-10-Produktion Nahrungsmittel-reaktiver T-Zellen Korrelat oraler Toleranz sein. Diese ist in CED möglicherweise gestört. Zur Klärung einer klinischen Relevanz der beobachteten Veränderungen in CED sind weitere Studien erforderlich."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Untersuchung Nahrungsmittel-reaktiver CD4+ T-Zellen im gesunden Zustand und in Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Bacher, Petra","Peipp, Matthias"],"dc:creator":["Schiffer, Anna Kathrin"],"dc:description.abstract":["Hintergrund: Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhalten von T-Zellen gegenüber Nahrungsmittelantigenen. So soll die Rolle von Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen für orale Toleranz eingeordnet werden. Außerdem werden Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen von Patienten mit Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen (CED) charakterisiert, um so das Wissen um den bislang nicht vollständig verstandenen Einfluss der Ernährung auf CED zu erweitern. Methodik: Die Antigen-reaktive T-Zell-Anreicherung ermöglicht die Detektion seltener Antigen-reaktiver T-Zellen in suffizienter Anzahl für eine detaillierte Analyse. Nach Stimulation von PBMC mit Milch- und Weizenprotein werden die Antigen-reaktiven T-Zellen anhand des frühen Aktivierungsmarkers CD154 magnetisch angereichert und anschließend durchflusszytometrisch analysiert. Ergebnisse: Nahrungsmittel-reaktive T-Zellen sind bei Gesundspendern mit niedrigen Frequenzen nachweisbar und exprimieren in hohem Maß inhibitorische Rezeptoren. Kleine Fraktionen der Nahrungsmittel-reaktiven T-Zellen produzieren inflammatorische Zytokine wie IFN-γ oder IL-17A bei erhaltener IL-10-Produktion. Demgegenüber steht eine erhöhte Produktion inflammatorischer Zytokine in CED, so etwa in einer Subgruppe der Colitis-Ulcerosa-Patienten mit auffälliger IL-17A-Produktion gegen Milch. In Morbus Crohn fällt eine inflammatorische Reaktion gegenüber Weizenprotein auf, die sich durch erhöhte Frequenzen, sowie eine erhöhte IFN-γ-Produktion bei reduzierter IL-10-Produktion auszeichnet. Fazit: Im gesunden Zustand könnten niedrige Frequenzen und die IL-10-Produktion Nahrungsmittel-reaktiver T-Zellen Korrelat oraler Toleranz sein. Diese ist in CED möglicherweise gestört. Zur Klärung einer klinischen Relevanz der beobachteten Veränderungen in CED sind weitere Studien erforderlich."],"dc:format.medium":["application/pdf"],"dc:publisher":["Universitätsbibliothek Kiel"],"dc:subject":["T-Zellen","Orale Toleranz","Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen"],"dc:title":["Untersuchung Nahrungsmittel-reaktiver CD4+ T-Zellen im gesunden Zustand und in Chronisch Entzündlichen Darmerkrankungen"],"dc:type":["PhDThesis"],"thesis:degree_level":["thesis.doctoral"],"thesis:institution_name":["Christian-Albrechts-Universität zu Kiel"]},"updated_at":"2026-07-24T01:35:31Z"}