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Alle Stentimplantationen verliefen komplikationslos, mit mindestens TICI 2b, bei 63,6 % TICI 3. Ein Patient verstarb, die übrigen zeigten eine deutliche klinische Besserung mit klarer Reduktion von NIHSS- und mRS-Score. In den Nachkontrollen waren alle Stents durchgängig. Bei über der Hälfte der Patienten waren zusätzliche Stents erforderlich, obwohl primär eine Spot-Stenting-Technik angestrebt wurde. 72,7 % benötigten zusätzlich eine mechanische Thrombektomie, und 54,5 % erhielten eine Bridging-Lyse. Letztere war mit einem erhöhten, jedoch nicht signifikanten Blutungsrisiko verbunden, ohne negativen Einfluss auf das funktionelle Outcome. Insgesamt zeigt die Studie, dass die endovaskuläre Behandlung mittels Micromesh-Dual-Layer-Stents bei jungen Patienten ohne ausgeprägte atherosklerotische Veränderungen ein sicheres Verfahren mit guten technischen und klinischen Ergebnissen darstellt. Ein Vorteil der Bridging-Lyse erscheint unter bestimmten Bedingungen gegeben. Hinsichtlich der Reihenfolge von Thrombektomie und Stentimplantation zeigte sich kein Unterschied im klinischen Outcome, sodass die Entscheidung individuell und mit dem Ziel einer raschen Revaskularisation getroffen werden sollte. Größere Studien sind notwendig, um diese Ergebnisse zu bestätigen.","abstract_html":"Dissektionen der zervikalen hirnversorgenden Gefäße sind selten, aber die häufigste Schlaganfallursache bei unter 45-Jährigen. Neben der primär medikamentösen Therapie kann in ausgewählten Fällen eine endovaskuläre Behandlung notwendig sein. Diese retrospektive Studie untersuchte die Machbarkeit und Wirksamkeit von Micromesh-Dual-Layer-Stents bei Karotisdissektionen. Zwischen 2015 und 2021 wurden 11 Patienten mit Schlaganfall infolge einer Karotisdissektion erfolgreich interventionell behandelt. Alle Stentimplantationen verliefen komplikationslos, mit mindestens TICI 2b, bei 63,6 % TICI 3. 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