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Neben der Analyse von Alpha- und Beta-Diversität wurden Random-Forest- sowie DESeq2-Analysen unter Berücksichtigung von potenziell Mikrobiom-beeinflussenden Faktoren eingesetzt. Es zeigten sich keine relevanten Unterschiede in der mikrobiellen Diversität. Allerdings fanden sich relative Abundanzveränderungen: Enterobacteriaceae waren in den Speichelproben und Lactobacillaceae in den Stuhlproben der IPS-Patient:innen signifikant vermehrt. In der Random-Forest-Analyse erwies sich die Reduktion der kurzkettigen Fettsäuren (SCFA) bildenden Lachnospiraceae bei IPS-Patient:innen als Gruppenunterscheidungsmerkmal. Insgesamt weisen die Ergebnisse darauf hin, dass sich Unterschiede in der Mikrobiomzusammensetzung bei IPS-Patient:innen dieser spezifischen Kohorte weniger durch globale Diversitätsveränderungen, sondern durch Abundanzunterschiede einzelner metabolisch funktioneller Taxa erklären lassen. Zudem liefert die Studie Hinweise, dass auch das orale Mikrobiom eine Rolle in der Interaktion zwischen Mikrobiom und Neurodegeneration über die „oral-gut-brain-axis“ spielen könnte. Limitationen der Arbeit bestehen im retrospektiven Studiendesign, der kleinen Stichprobengröße sowie der heterogenen, schwer vergleichbaren Patientenklientel der Studienpopulation. Weitere Studien auch mit Fokus auf das orale Mikrobiom sind von Nöten, um die Ergebnisse dieser Arbeit besser einordnen zu können.","abstract_html":"Retrospektiv wurde im Rahmen der ComOn-Studie das Mikrobiom norddeutscher, geriatrischer, multimorbider Patient:innen im stationären Setting mit der Fragestellung untersucht, ob sich in dieser spezifischen Kohorte Unterschiede zwischen Patient:innen mit Idiopathischem Parkinson-Syndrom (IPS) und nicht-neurodegenerativ Erkrankten zeigen. 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