{"id":{"repo_id":"bielefeld","oai_identifier":"oai:pub.uni-bielefeld.de:3002769"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/bielefeld/oai:pub.uni-bielefeld.de:3002769","repository":{"repo_id":"bielefeld","name":"Universität Bielefeld","base_url":"https://pub.uni-bielefeld.de/oai"},"display":{"title":"Eltern inklusive? Studien zur Zusammenarbeit von inklusiven Sekundar- und Gesamtschulen und Eltern von Schüler:innen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf","abstract":"Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule gilt als eine Gelingensbedingung für die erfolgreiche Implementation schulischer Inklusion. Vorliegende Befunde zeigen einerseits Potenziale einer gemeinsam verantworteten Erziehung und Bildung, andererseits erhebliche Optimierungsbedarfe hinsichtlich der Umsetzung – insbesondere in der Sekundarstufe I – auf. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei die Frage, wie Eltern für die Zusammenarbeit mit der Schule und den Lehrkräften ihres Kindes motiviert werden können. Zusammenfassend stützen empirische Studien theoretische Überlegungen, wonach die Vorstellungen der Eltern über ihre Rolle in der Bildung ihres Kindes sowie ihre motivationalen Überzeugungen bezüglich der Zusammenarbeit mit der Schule durch ein kooperatives Verhalten des Schulpersonals gefördert werden können. Bislang wurden diese Zusammenhänge allerdings selten unter Berücksichtigung individueller Schüler:innenmerkmale sowie familiärer Kontextbedingungen untersucht. Die vorwiegend qualitativen Befunde verweisen jedoch auf spezifische Konfliktpotenziale sowie Barrieren bei vorliegenden Unterstützungsbedarfen.<br /><br /> Die Teilstudien der kumulativen Dissertation leisten jeweils einen Beitrag zur übergreifenden Zielsetzung, die Bedingungen der Zusammenarbeit von inklusiven Sekundar- und Gesamtschulen und Eltern von Schüler:innen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in der Sekundarstufe I zu untersuchen und Maßnahmen zur Optimierung zu identifizieren. Zu zwei Messzeitpunkten wurden Fragebogenerhebungen mit den Schüler:innen (NT1 = 2.012; NT2 = 1.934), Eltern bzw. Erziehungsberechtigen (NT1 = 1.157; NT2 = 898) sowie Lehr- und Fachkräften (NT1 = 217; NT2 = 122) der fünften Jahrgänge an 28 inklusiven Sekundar- und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. In den Teilstudien fanden vielfältige statistische Verfahren Anwendung, um die benötigten Messinstrumente zu validieren und hinsichtlich der Eignung für Gruppenvergleiche zu prüfen (konfirmatorische Faktorenanalyse), Typen zu bilden (Clusteranalyse) sowie schließlich Veränderungen durch eine Fortbildungsmaßnahme (Varianzanalyse mit Messwiederholung) sowie Zusammenhänge zwischen den untersuchten Konstrukten zu testen (Regressions- und Mehrgruppen-Strukturgleichungsmodelle). <br /><br /> Zusammengenommen bestätigen die Analyseergebnisse die Erkenntnis, dass individuelle Merkmale der Schüler:innen sowie Kontextmerkmale der Familie die Perspektiven von Schüler:innen und Eltern auf die Zusammenarbeit prägen. Die Studien verdeutlichen, dass zur Verbesserung des Kooperationsverhältnisses – statt einer defizitorientierten Perspektive auf vermeintlich unzureichendes Engagement der Eltern – an den Angeboten der Schule angesetzt werden kann, um langfristig zur Berücksichtigung der Vielfalt der Schüler:innen und Eltern im Sinne einer Education for all, and especially for some beizutragen. Limitationen sowie Implikationen für die Praxis werden diskutiert.","abstract_html":"Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule gilt als eine Gelingensbedingung für die erfolgreiche Implementation schulischer Inklusion. Vorliegende Befunde zeigen einerseits Potenziale einer gemeinsam verantworteten Erziehung und Bildung, andererseits erhebliche Optimierungsbedarfe hinsichtlich der Umsetzung – insbesondere in der Sekundarstufe I – auf. Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei die Frage, wie Eltern für die Zusammenarbeit mit der Schule und den Lehrkräften ihres Kindes motiviert werden können. 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Die vorwiegend qualitativen Befunde verweisen jedoch auf spezifische Konfliktpotenziale sowie Barrieren bei vorliegenden Unterstützungsbedarfen.<br /><br /> Die Teilstudien der kumulativen Dissertation leisten jeweils einen Beitrag zur übergreifenden Zielsetzung, die Bedingungen der Zusammenarbeit von inklusiven Sekundar- und Gesamtschulen und Eltern von Schüler:innen mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf in der Sekundarstufe I zu untersuchen und Maßnahmen zur Optimierung zu identifizieren. Zu zwei Messzeitpunkten wurden Fragebogenerhebungen mit den Schüler:innen (NT1 = 2.012; NT2 = 1.934), Eltern bzw. Erziehungsberechtigen (NT1 = 1.157; NT2 = 898) sowie Lehr- und Fachkräften (NT1 = 217; NT2 = 122) der fünften Jahrgänge an 28 inklusiven Sekundar- und Gesamtschulen in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. 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