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Häusliche Gewalt wird im Verständnis der Istanbul-Konvention (2011) in einem generationenübergreifenden Verständnis von Gewalt in nahen Beziehungen ((Patchwork-)Familie, (Ex-)Paarbeziehungen) im Lebensverlauf von Zeugung bis zum Tod definiert. <br /><br /> Den Ausgangspunkt bildet die erste Welle der transnationalen Frauenbewegungen. In einer longue durèe werden historisch rekonstruktiv eine sozialwissenschaftliche (geschlechter-, rechts- und körpersoziologische wie (menschen-)rechtliche) und eine klinische (medizinische und psycho-(traumato-)logische) Entwicklungslinie aus Wissenschaft wie Beratungs- und Behandlungspraxis dargestellt und analysiert. Die der qualitativen Sozialforschung zugeordnete Studie verfolgt zwei Ziele: Zum einen werden die Entwicklungslinien von Beratung bei geschlechtsbezogener Gewalt und Trauma für den deutschsprachigen Raum in historisch-gesellschaftliche Sinnzusammenhänge gestellt und im Kontext gesellschaftlicher, soziokultureller und ökonomischer Umbruchsituationen in Wechselwirkung mit zivilgesellschaftlichen Bewegungen, insbesondere der Frauenbewegungen, analysiert. Psychotraumatologische Ansätze aus dem klinischen Feld, psychosoziale Konzepte aus der klinischen Sozialarbeit und der feministischen Beratungspraxis in Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen aus dem sozialen Feld werden mit in die Analyse einbezogen. Zum anderen wird mit Bourdieus Sozialer Theorie der Praxis eine soziosomatische Gewalt- und Traumahermeneutik für die geschlechterreflexive Beratung begründet, die den naturwissenschaftlich paradigmatischen Zugang des Erklärens in den sozialwissenschaftlichen Zugang des Verstehens einzubinden sucht. <br /><br /> Die Arbeit ist in zwei Teilen gespeichert.","abstract_html":"#### __Zusammenfassung__ Das Erkenntnisinteresse der vorliegenden Dissertation liegt in einer sozialwissenschaftlichen Fundierung geschlechterreflexiver Beratung. Gegenstandsbereich ist geschlechtsbezogene häusliche Gewalt mit potenziell (komplex) traumatisierenden Folgen. Adressat\\*innen der Beratung sind Frauen in der Vielfalt der Lebenswelten, Lebenslagen und Lebenskrisen. 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