{"id":{"repo_id":"bielefeld","oai_identifier":"oai:pub.uni-bielefeld.de:2986596"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/bielefeld/oai:pub.uni-bielefeld.de:2986596","repository":{"repo_id":"bielefeld","name":"Universität Bielefeld","base_url":"https://pub.uni-bielefeld.de/oai"},"display":{"title":"Zwischen Primarschulfähigkeit und Hilfsschulbedürftigkeit. Eine historische Untersuchung von professionellen Gutachten aus dem Hilfsschulaufnahmeverfahren in der DDR","abstract":"Ziel der bildungshistorisch ausgerichteten Arbeit ist es, Beschulungsentscheidungen, die im Hilfsschulaufnahmeverfahren der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) getroffen wurden, auf ihre Konsistenz bzw. Inkonsistenz hin zu überprüfen und deren Ergebnisse in den zeitgenössischen Kontext auf bildungspolitischer und fachwissenschaftlicher Ebene einzubetten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Schülergruppe von regulär eingeschulten Primarschulkindern, die im Zeitraum von 1958 bis 1977 im Verlauf der ersten Jahrgangsstufe in diesem Überprüfungsverfahren auf ihre Primarschulfähigkeit oder Hilfsschulbedürftigkeit hin untersucht wurden. Für die qualitative Auswertung wurden die professionellen Gutachten herangezogen, die im Verlauf des Hilfsschulaufnahmeverfahrens von Primar- und Hilfsschullehrkräften, Mediziner:innen und Psycholog:innen erstellt und in Form eines Schülerpersonalbogens gesammelt wurden. Zudem berücksichtigt die Untersuchung Quellen auf bildungspolitischer, primar- und hilfsschulpädagogischer, (schul-)pädagogischer sowie psychologischer Ebene. Infolge der inhaltsanalytischen Auswertung sowie der ergänzend angewandten qualitativen Typenbildung zeigten sich bei der Mehrheit der erhobenen Typen Inkonsistenzen bei der Zuweisung von Beschulungsentscheidungen. Das Auftreten der Inkonsistenzen im diachronen Verlauf erscheint im kontextualen Zusammenhang eher unerklärlich. Die Ergebnisse bestärken die Notwendigkeit weiterer Forschung in diesem bisher bestehenden Forschungsdesiderat mit der Frage nach der Zuverlässigkeit von Überprüfungsverfahren an institutionellen Übergängen im deutschen Schulsystem.","abstract_html":"Ziel der bildungshistorisch ausgerichteten Arbeit ist es, Beschulungsentscheidungen, die im Hilfsschulaufnahmeverfahren der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) getroffen wurden, auf ihre Konsistenz bzw. Inkonsistenz hin zu überprüfen und deren Ergebnisse in den zeitgenössischen Kontext auf bildungspolitischer und fachwissenschaftlicher Ebene einzubetten. 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