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Universität Bielefeld

Die Qualitätsmessung der Hebammenversorgung aus der Perspektive der Nutzer:innen

Abstract

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**Hintergrund:** Obwohl Nutzer:innenorientierung und Qualität zu prägenden Leitbildern des deutschen Gesundheitssystems geworden sind, fehlt es immer noch an einer flächendeckenden nutzer:innenbasierten Qualitätsmessung der Versorgung mit Patient-Reported Outcome Measures (PROMs) und Patient-Reported Experience Measures (PREMs). Dies gilt auch für die Versorgung rund um die Geburt, bei der Probleme wie Über-, Unter- und Fehlversorgung, Gewalt in der Geburtshilfe oder Hebammenmangel bestehen.<br /><br /> **Ziele:** Das Ziel dieser Dissertation ist die Entwicklung von PREMs für die Versorgung durch Hebammen während der Geburt und im Wochenbett. Als erstes Teilziel wird dazu zunächst ein valides Anforderungsprofil für die geburtshilfliche Versorgung durch Hebammen formuliert, indem die Ziele der Hebammenarbeit bestimmt werden. Darauf aufbauend werden die PREMs entwickelt. Abschließend wird die partizipative Methode der Co-Creation als Methode für die Implementierungsforschung erprobt, indem hemmende und fördernde Faktoren für die Implementierung der entwickelten PREMs in der Versorgung untersucht werden. Damit soll ein Beitrag zur Förderung der Nutzer:innenorientierung und Qualität in der geburtshilflichen Versorgung geleistet werden.<br /><br /> **Methode:** Zur Analyse der Ziele der Hebammenarbeit wurde die Theoriesynthese nach Walker und Avant verwendet. Die PREMs wurden darauf aufbauend anhand der klassischen Testtheorie unter Verwendung von EFA und CFA entwickelt und validiert. Für die Erprobung der Co-Creation wurde ein literaturbasiertes Ablaufschema entwickelt, erprobt und optimiert.<br /><br /> **Ergebnisse:** Das hierarchische Modell zur Theorie der Hebammenarbeit zeigt fünf Ziele auf drei Ebenen. Anhand dieser Ziele konnten erstmals zwei deutschsprachige PREMs für die geburtshilfliche Versorgung entwickelt werden: MMAYbirth (21 Items, 4 Skalen) und MMAYpostpartum (16 Items, 3 Skalen). Für die Co-Creation ist es gelungen, ein erprobtes Ablaufschema zu entwickeln, dass in zukünftigen Implementierungsprojekten eingesetzt werden kann.<br /><br /> **Schlussfolgerungen:** Die entwickelten PREMs könnten im Rahmen der internen oder externen Qualitätsmessung dazu beitragen, die Nutzer:innenorientierung und Qualität in der geburtshilflichen Versorgung zu verbessern. Zukünftige Forschung sollte sich darauf konzentrieren, die entwickelten Instrumente weiter zu optimieren und ihre effektive Verwendung in der Praxis zu unterstützen. Gerade für letzteres können partizipative Methoden wie die Co-Creation eingesetzt werden. Eine erfolgreiche Implementierung benötigt jedoch passende politische Rahmenbedingungen.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Bielefeld
Year
2023

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Peters, Mirjam

Identifiers

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Repository record source_url
https://pub.uni-bielefeld.de/record/2982350
OAI identifier oai:identifier
oai:pub.uni-bielefeld.de:2982350

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Bielefeld
Base URL
pub.uni-bielefeld.de/oai
Last updated
2026-07-27
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Peters, Mirjam. Die Qualitätsmessung der Hebammenversorgung aus der Perspektive der Nutzer:innen. thesis.doctoral thesis, Universität Bielefeld, 2023. https://pub.uni-bielefeld.de/record/2982350