Universität Bielefeld
Berufstätigkeit und Gesundheit: Eine qualitative Untersuchung zu forciert migrierten Ärztinnen und Ärzten im deutschen Gesundheitswesen - Plädoyer für eine stringente Integration
Abstract
dc:description.abstractBerufstätigkeit und Gesundheit: Eine qualitative Untersuchung zu forciert migrierten Ärztinnen und Ärzten im deutschen Gesundheitswesen Plädoyer für eine stringente Integration<br /> #### Hintergrund<br /> Im Rahmen der Flüchtlingswelle 2015 kamen unfreiwillig migrierte Ärztinnen und Ärzte nach Deutschland, die potentiell durch ihre Mitarbeit in Gesundheitswesen eine wertvolle Ergänzung des medizinischen Personals darstellen könnten.<br /> #### Forschungsanlass<br /> Untersucht wurde, welchen Einfluss die Berufstätigkeit auf die Selbstwahrnehmung des physischen und psychischen Gesundheitszustands bei forciert migrierten Ärztinnen und Ärzte hat. Berücksichtigt wurden dabei auch die Herausforderungen, mit denen sich diese Personengruppe im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Integration in das deutsche Gesundheitssystem konfrontiert sieht.<br /> #### Theoretische und methodische Einbettung<br /> Basierend auf Modellen von Antônôvsqî, Karasek&Theorell sowie Siegrist wurde ein teilstrukturierter Interviewleitfaden entwickelt, der mittels der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Udo Kuckartz und des computergestützten qualitativen Datenanalyseverfahrens MAXQDA Version 2020 analysiert wurde. Die Interviews wurden in einem zweizeitigen Vorgehen mit 18 forciert migrierten Ärztinnen und Ärzten vor und während der Berufstätigkeit geführt.<br /> #### Ergebnisse<br /> Die Ergebnisse zeigen einen überwiegend positiven Einfluss der Berufstätigkeit vor allem auf das psychische Wohlbefinden, weniger auf die physische Gesundheit. Unfreiwillig migrierte ärztliche Fachkräfte erfahren allerdings im Rahmen des Anerkennungsverfahrens ihrer beruflichen Qualifikation zeitliche und organisationale Hindernisse sowie diskriminierendes Verhalten durch beteiligte Verantwortliche.<br /> #### Diskussion<br /> Die Studie belegt den beachtenswerten und salutogenen Beitrag der Arbeit vor allem für das psychische Wohlbefinden auch bei dieser Berufsgruppe. Die Erkenntnisse zeigen zudem, dass die Zusammenarbeit aller involvierten Institutionen als verbesserungswürdig erachtet wird. Nicht nur in der prä-klinischen Lebensphase, sondern auch während der Berufstätigkeit dieser Berufsgruppe besteht Handlungsbedarf. Hingegen scheint bei der Auswahl der integrativen Maßnahmen die Nationalität forciert migrierter Ärztinnen und Ärzte keine entscheidende Rolle zu spielen.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Bielefeld
- Year
- 2022
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Locher, Verena
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://pub.uni-bielefeld.de/record/2964745
- OAI identifier oai:identifier
- oai:pub.uni-bielefeld.de:2964745