{"id":{"repo_id":"bielefeld","oai_identifier":"oai:pub.uni-bielefeld.de:2304536"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/bielefeld/oai:pub.uni-bielefeld.de:2304536","repository":{"repo_id":"bielefeld","name":"Universität Bielefeld","base_url":"https://pub.uni-bielefeld.de/oai"},"display":{"title":"Morphologische Wortmodellierung für die automatische Sprachverarbeitung : Repräsentation, Verarbeitung, Architektur","abstract":"Diese Dissertation ist primär dem Gebiet der Computermorphologie zugeordnet. Sie soll einen Beitrag zu einem Repräsentations-, Verarbeitungs- und Architektur-Modell zum corpus- und sprecherunabhängigen automatischen, morphologisch-informierten Verstehen fließend gesprochener Sprache liefern. Vor diesem interdisziplinären Hintergrund werden nicht nur computerlinguistische, sondern auch theoretisch-linguistische, psycholinguistische und sprachtechnologische Gesichtspunkte berücksichtigt. Das hier vorgestellte morphologisch-informierte Sprachverstehensmodell schafft die Grundlage für ein automatisches Verstehen neuer Wortformen, die nicht in einem Erkennerlexikon repräsentiert sind, den adäquaten Umgang mit morphologisch-komplexen Wortformen sowie die Verbesserung der akustischen Erkennungsleistung in Systemen zum sprecherunabhängigen Sprachverstehen durch den Einsatz einer interaktiven, erwartungsgesteuerten Spracherkennungsarchitektur. Ein Neuwortverstehen wird durch constraint-basierte Beschreibungen morphologischer Kombinatorik möglich. Hierzu werden zeitannotierte, unterspezifizierte, autosegmentale Merkmalsstruktur-Verbände, die für die Beschreibung fließend gesprochener Sprache geeignet sind und die Verarbeitung von phonologischen und prosodischen Ereignissen erlauben, verwendet. Die notwendige Flexibilität in der Beschreibung von Kompositionalität in fließend gesprochener Sprache wird durch eine temporale Interpretation der zu komponierenden Einheiten mit direktem Bezug zum Sprachsignal erreicht. Für das auf der Grundlage des Modells basierende MorProPa-System zum morpho-prosodischen, parametrisierbaren Parsing wurde eine quantitative und eine qualitative Evaluation durchgeführt.","abstract_html":"Diese Dissertation ist primär dem Gebiet der Computermorphologie zugeordnet. Sie soll einen Beitrag zu einem Repräsentations-, Verarbeitungs- und Architektur-Modell zum corpus- und sprecherunabhängigen automatischen, morphologisch-informierten Verstehen fließend gesprochener Sprache liefern. Vor diesem interdisziplinären Hintergrund werden nicht nur computerlinguistische, sondern auch theoretisch-linguistische, psycholinguistische und sprachtechnologische Gesichtspunkte berücksichtigt. 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