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Das Thema Datenunsicherheit wurde im Forschungsgebiet „advanced uncertainty databases” mit Ansätzen aus der Wahrscheinlichkeitstheorie, Analyse der Datenherkunft (data lineage) und Fuzzy-Logik bearbeitet. Allerdings behandeln diese Ansätze nur traditionelle Datenunsicherheitsprobleme in Datenbanken; sowohl Multimedia als auch Einflüssen von Benutzern und Praxis-Gemeinschaften wurde wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Beide Aspekte sind jedoch wichtig zum Datenmanagement in den weit verbreiteten webbasierten sowie mobilen Informationssystemen für Praxis-Gemeinschaften. Deshalb adressiert diese Dissertation das Problem unsicherer Daten unter besonderer Beachtung des sich schnell entwickelnden Web 2.0 und der zunehmend genutzten mobilen Technologien. Die in mobilen Informationssystemen für Praxis-Gemeinschaften neu entstandene Datenunsicherheit wird in meiner Dissertation als Unsicherheit 2.0 definiert, bezüglich der Aspekte Kontext, Multimedia und Praxis-Gemeinschaft. Um die Probleme mit unsicheren Daten bearbeiten zu können, habe ich ein Modell entwickelt, das die Aspekte Kontext- und Semantik-Management sowie Praxis-Gemeinschaften zusammenführt. Gemeinsames Annotieren (collaborative tagging) von Multimedia und Geschichten-Erzählen in Praxis-Gemeinschaften (community-based storytelling) sind die Hauptansätze, um Unsicherheit 2.0 zu behandeln und das Entwickeln von mobilen Informationssystemen für Praxis-Gemeinschaften zu unterstützen. Dieses Modell gründet auf zwei Annahmen: Erstens, Interaktion und Konvertierung zwischen Kontext und Semantik von Multimedia sind entscheidend für mobiles und webbasiertes Datenmanagement in mobilen Informationssystemen für Praxis-Gemeinschaften. Zweitens, die Adaption des Konzepts „Praxis-Gemeinschaft (CoP)” bietet großes Potenzial, um die durch unsichere Daten entstehenden Probleme zu reduzieren. Die von den Praxis-Gemeinschaften genutzten Praktiken im Umgang mit Multimedia sind gemeinsames Annotieren und Geschichten-Erzählen. Diese Praktiken ermöglichen den Zugriff auf die Nutzung von Expertise der Praxis-Gemeinschaft und reduzieren die Unsicherheit 2.0. Amateure sind dadurch in der Lage, Wissen in Praxis-Gemeinschaften zu erarbeiten und entsprechende Erfahrungen zu machen. In den Bereichen Denkmalpflege und technologiegestütztes Lernen wurden eine Reihe von Anwendungen entwickelt, die auch genutzt wurden, um die Modelle und Ansätze zur Behandlung von Unsicherheit 2.0 zu validieren.","abstract_html":"Gegenwärtige mobile Informationssysteme für Praxis-Gemeinschaften (Community of Practice, CoP) verarbeiten gewaltige Mengen an Multimedia, bieten mannigfaltige Kommandos zum Verarbeiten von Multimedia und bedienen diverse Praxis-Gemeinschaften, die unterschiedliche mobile Geräte nutzen. 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