Universität Tübingen
Die Genese ostelbanischer Eisenerzlagerstätten und deren Zusammenhang mit Messinischer Extensionstektonik
Abstract
Die Genese ostelbanischer Eisenerzlagerstätten steht in engem Zusammenhang mit Miozäner Extensionstektonik und der Platznahme granitischer Plutone in eine Serie schwach regionalmetamorpher Gneise, Marmore und Schiefer. Die pyrometasomatisch-hydrothermalen Vererzungen sind teilweise mit Skarnen vergesellschaftet und zeigen einen N-S gerichteten Temperaturtrend in Abhängigkeit ihrer Distanz zum Pluton. Es lassen sich verschiedene Typen und Generationen von Eisenoxiden und -sulfiden unterscheiden, die eine einphasige Abkühlung bei schwankenden und insgesamt niederen O2-Fugazitäten aufgrund hydrothermaler Zirkulation großer eisenreicher Fluidmengen belegen. Es konnte eine magmatische Schwefelquelle bewiesen werden; Untersuchungen der Fluid Einschlüsse zeigen hohe Salzgehalte eines magmatisch dominierten Fluids. Laserablation an kogenetischer Mineralpaaren bestätigen ein hohes Fluid:Gesteins Verhältnis, so dass von einem Fluid dominierten Konvektionssystem ausgegangen wird. Es können 2 Typen von Eisenerzlagerstätten unterschieden werden. Die Lagerstätten von Ginevro und Sassi Neri bildeten sich autochthon über dem südöstlich Elbas gelegenen Porto Azzurro Pluton, während die allochthonen Lagerstätten von Capo Calamita, Terra Nera, Rio Marina und Rio Albano bis 5.5 km entlang der Zuccale Detachment Fault nach Osten transportiert wurden. Die allochthonen Lagerstätten vererzten und verskarnten östlich des Monte Capanne Plutons (West Elba), nach dem Abgleiten der Flysch-Decken nach Osten. Die ähnliche Elementverteilung der Eisenoxide und Eisensulfide in allen Lagerstätten beweist große Fluidmengen mit geringen Schwankungen, der Chemismus der Fluid Einschlüsse und die Isotopenfraktionierung bestätigen eine einphasige Genese eines magmatisch dominierten Fluids für alle Lagerstätten. Die primären Erzanreicherungen wurden aus den Triassischen Sedimenten des Verrucano remobilisiert und vorzugsweise entlang der N-S streichenden Störungssysteme sekundär ausgefällt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author
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- Duenkel, Ines
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
- hdl:10900/48441