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Universität Tübingen

Zeit, Kunst und Geschichtsbewusstsein. Studien zur Ikonographie des Chronos in der französischen Kunst des 17. Jahrhunderts

Abstract

Grundsätzliches Anliegen der Arbeit ist, an den Repräsentationsformen der Chronosfigur als allegorischer Verkörperung der ‚Zeit’ in der französischen Kunst einen für das 17. und 18. Jahrhundert spezifischen Zeitbegriff zu erkennen. Ausgangspunkt war die These, dass zur Ausbildung des historischen Bewusstseins der Moderne gehört, Zeit in ihrem Prozess- und Innovationscharakter zu begreifen und sich die geänderte Einschätzung von Qualitäten, Aufgaben und Rolle der Zeit auch in der Gestaltung ihrer Allegorie vermittelt. Die traditionelle Vorstellung von der Zeit als Zerstörer wird demnach abgelöst durch eine aktiv und geschichtsbestimmend charakterisierte Zeit und den entsprechenden Einsatz des Chronos als nicht mehr destruktive, sondern positiv verändernde Symbolfigur in neuen Bildfunktionen und erweiterten ikonographischen Bezugsfeldern. Da die traditionelle Allegorie der ‚Zeit’ in der Verkörperung durch Chronos als nackte männliche, geflügelte Figur mit den Attributen Sense und Sanduhr auftritt, wird in der vorliegenden Arbeit im Zusammenhang mit den bildkünstlerischen Erscheinungen von ‚Zeit’ in der grammatisch männlichen Form gesprochen. Auch die sonst gebräuchlichen, männlichen Bezeichnungen für die Personifikation von ‚Temps’ oder ‚Father Time’ legen dieses Vorgehen nahe.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Hoberg, Annegret

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/46295

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source
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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
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Hoberg, Annegret. Zeit, Kunst und Geschichtsbewusstsein. Studien zur Ikonographie des Chronos in der französischen Kunst des 17. Jahrhunderts. 2007.