Universität Tübingen
Die Rolle des PET-CT zum Staging des Ösophaguskarzinoms vor definitiver Radiochemotherapie
Abstract
Zwischen 2000 - 2008 erhielten in der Radioonkologie der Universitätsklinik Tübingen 35 Patienten mit ösophagealem Plattenepithel- oder Adenokarzinom zusätzlich zum Primärstaging, ein FDG-PET-CT und wurden anschließend strahlentherapeutisch (definitive Radiochemotherapie nach Herskovic- oder FLEP –Protokoll mit oder ohne anschließende Operation) behandelt. Das Durchschnittsalter betrug 61,6 Jahre. 77,1% der Patienten litten an einem Plattenepithelkarzinom, 22,9% an einem Adenokarzinom. Das PET-CT im Staging bei der definitiven Radiochemotherapie zeigte keinen Nutzen bei der Feststellung des T-Stadiums, jedoch bei der Beurteilung des N-Stadiums. Der größte Nachteil ist die für die Detektion nötige Tumorgröße von mindestens 0,5cm. Die Behandlung mit alleiniger Radiochemotherapie zeigte bessere Resultate als die neoadjuvante Chemotherapie mit anschließender Radiochemotherapie. Diese Ergebnisse sind aufgrund der geringen Probandenzahl jedoch nicht repräsentativ. Die Bestrahlungsdosis von 50 Gy ist die anzustrebende Mindestdosis, als optimal erwiesen sich 60Gy. Beim 3D-Bestrahlungsmodus zeigten sich häufiger Toxizitäten Grad 3 und 4 als bei der Verwendung der IMRT- Technik. Für das Gesamtüberleben ausschlaggebend erwies sich die vollständige Chemotherapie. Sie stellte sich als bedeutsamer für das Gesamtüberleben heraus als das Nodal- und Ausgangsstadium. Ein Ansprechen auf die Chemotherapie ist für die Heilung des Ösophaguskarzinoms essentiell: Eine vollständig erhaltene Therapie korreliert mit der Komplettremission und dem Gesamtüberleben. Mögliche Rezidive des Ösophaguskarzinoms zeigten sich mehrheitlich in Fernmetastasen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author
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- Lemminger, Annina-Maria
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
- hdl:10900/46124