Universität Tübingen
Plasma Stromal cell-derived factor-1 bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit: Einfluss von Klinik, kardiovaskulären Risikofaktoren und kardiovaskulärer Therapie
Abstract
Es ist bekannt, dass eine myokardiale Regeneration durch Stammzellmobilisierung beim Myokardinfarkt stattfindet. Die Rolle von Stromal cell-derived factor-1 (SDF-1) in diesem Prozess wurde bis jetzt noch nicht ausreichend bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung (CAD) untersucht. In diese Studie wurden 492 konsekutive Patienten aufgenommen, die wegen symptomatischer koronarer Herzkrankheit in die Universitätsklinik Tübingen eingewiesen wurden und dort eine Koronarintervention (PCI) erhielten. Arterielles Blut wurde während des Herzkathetereingriffes noch vor Beginn der PCI entnommen und der Plasmaspiegel von Stromal cell-derived factor-1 mittels eines handelsüblich erhältlichen ELISA bestimmt. Hierbei zeigten sich die Plasmaspiegel von SDF-1 bei Patienten mit STEMI signifikant erniedrigt im Vergleich mit Patienten, die eine stabile Angina Pektoris (P=0,001) oder einen NSTEMI (P=0,004) aufwiesen. Des Weiteren wurde eine inverse Korrelation zwischen dem SDF-1 Plasmaspiegel und dem myokardialen Nekrosemarker Troponin I bei STEMI Patienten beobachtet (r=-0,268, P=0,04). Unter einer zum Zeitpunkt der Krankenhausaufnahme vorbestehenden Statintherapie, jedoch nicht bei anderer medikamentöser Therapie, zeigten lediglich Patienten mit akutem Myokardinfarkt signifikant erniedrigte Plasmaspiegel von SDF-1 (P=0,015), es fand sich keine signifikante medikamentöse Beeinflussung von SDF-1 Plasmaspiegeln bei Patienten mit stabiler Angina Pektoris (SAP) (P=0,141). Plasma SDF-1 wird bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt unterschiedlich reguliert, könnte durch Statine beeinflusst werden und bei Patienten mit STEMI eine vermehrte Progenitorzellmobilisierung verursachen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author
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- Ruf, Madlen Eva
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
- hdl:10900/45939