Universität Tübingen
Assoziation genetischer Polymorphismen von bFGF, CRABP-I, PDGFRB und TGF-beta1 mit der Ätiopathogenese von Moyamoya
Abstract
Die Moyamoya-Krankheit (Engl.: Moyamoya Disease, kurz: MMD) ist eine chronische zerebrovaskuläre Krankheit, für welche bislang keine kurative Therapie existiert. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Ätiologie und Pathogenese von Moyamoya noch weitgehend ungeklärt sind. Bezüglich der Ätiologie scheint eine genetische Ursache wahrscheinlich und an der Pathogenese scheint eine (Mit-)Beteiligung von diversen Zytokinen wahrscheinlich, welche bei Moyamoya-Patienten im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen als verändert exprimiert nachgewiesen wurden. Ziel dieser Studie war es, Polymorphismen im genetischen Bereich von verändert exprimierten Zytokine bzw. deren Rezeptoren bei Moyamoya-Patienten aufzudecken und somit Hinweise auf eine mögliche Korrelation zwischen diesen genetischen Variationen und der Ätiopathogenese von Moyamoya zu erhalten. In unserer Studie untersuchten wir dreizehn Einzelnukleotid-Polymorphismen, sogenannte „Single Nucleotide Polymorphisms“, auf Differenzen zwischen einer Fallgruppe mit Moyamoya-Patienten und einer gesunden Kontrollgruppe durch Sequenzierung entsprechender Genregionen. Die hierfür benötigte DNS extrahierten wir aus Blutproben von 41 betroffenen Patienten und 68 gesunden Kontrollpersonen aus dem europäischen Raum. Die untersuchten Einzelnukleotid-Polymorphismen liegen in den genetischen Regionen von bFGF (basic fibroblast growth factor), CRABP1 (cellular retinoic acid-binding protein 1), PDGFRB (platelet derived growth factor receptor beta), und TGFB1 (transforming growth factor beta 1), welche von uns auf Grund ausführlicher Literaturrecherchen als mögliche relevante Faktoren bei der Ätiopathogenese von Moyamoya eingestuft wurden. Als Ergebnis wiesen drei SNPs in den genetischen Bereichen von PDGFR und TGF-beta1 positive Ergebnisse auf bzgl. einer Korrelation zwischen Polymorphismus und Vorhandensein von Moyamoya. Dies könnte somit hinweisend sein für eine genetische Beteiligung dieser Faktoren an der Ätiopathogenese von Moyamoya und ein Baustein für das Auffinden einer zukünftigen Heilungsmöglichkeit sein.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author
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- Peters, Vera-Sarina
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
- hdl:10900/45850