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Universität Tübingen

Ergebnisse der Digitalisierung und Auswertung der Röntgenbilder der Ersten Züricher Longitudinalstudie

Abstract

Grundlagen: Die Bestimmung des Knochenalters ist ein wichtiges Hilfsmittel in der pädiatrischen Entwicklungsdiagnostik, um zwischen normalen und pathologischen Wachstumsvorgängen differenzieren und die biologische Reife eines Kindes beurteilen zu können. Es existiert eine Vielzahl an manuellen und automatischen Methoden zur Knochenalterbestimmung, die jedoch alle voneinander abweichende Ergebnisse liefern. Ziele: 1. Das Ziel dieser Arbeit ist zum einen die Ermittlung der Präzision der vollautomatischen Knochenalterbestimmung durch das neuartige Softwaresystem BoneXpert anhand der Daten und Ergebnisse der Ersten Zürcher Longitudinalstudie. 2. Zum anderen wird versucht, verschiedene Knochenalterbestimmungs-methoden anhand des individuellen Wachstumspotentials eines Kindes zu validieren. Material & Methoden: Die Handröntgenbilder der Kinder aus der Ersten Zürcher Longitudinalstudie wurden digitalisiert und mittels der Software BoneXpert analysiert. Verwendet wurden 3374 Bilder linker und 2752 Bilder rechter Hände. Zur Ermittlung der Präzision BoneXperts wurde ein direkter Vergleich des Knochenalters beider Hände durchgeführt. Dies war möglich, da die Röntgenbilder beider Hände eines Kindes innerhalb von Minuten erstellt wurden. Zur Validierung wurde die Tatsache verwendet, dass das Knochenalter eine wesentliche Prädiktorvariable der adulten Körpergröße darstellt. So kann ein gutes Knochenaltersystem durch die Genauigkeit definiert werden, mit der es das Wachstumspotential vorhersagen kann. Ergebnisse: 1. Die Differenz zwischen dem Knochenalter der Handpaare der Mädchen im Alter von 2-15 Jahren beträgt im Mittel -0,01 Jahre und bei Jungen im Alter von 3-17 Jahren -0,02 Jahre, mit jeweils einer Standardabweichung von 0,25 Jahren. Diese Standardabweichung führt zu einer Obergrenze der Präzision BoneXperts von 0,18 Jahren. 2. Der Vergleich der manuellen Methoden zeigt, dass in der Ersten Zürcher Longitudinalstudie das Knochenalter nach Greulich & Pyle besser mit dem Wachstumspotential korreliert, und somit eine genauere Endgrößenvorhersage gewährleistet, als das nach Tanner-Whitehouse. Der Knochenalterbestimmung nach Greulich & Pyle ebenbürtig zeigte sich die Software BoneXpert. Schlussfolgerung: Das Knochenalter der linken und rechten Hand eines Individuums ist im Durchschnitt gleich und darüber lässt sich zeigen, dass BoneXpert Ergebnisse hoher Präzision liefert und in dieser Hinsicht somit keine Bedenken gegen eine Nutzung der Software bestehen. Des Weiteren wurde aufgezeigt, dass bei vergleich-bar guten Ergebnissen mit der manuellen Greulich & Pyle - Methode alle Vorteile der automatisierten Datenaufnahme und -verarbeitung genutzt werden können, was die Arbeit in der täglichen klinischen Routine erheblich vereinfachen könnte.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Neuhof, Julia

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/45587

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source
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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
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Neuhof, Julia. Ergebnisse der Digitalisierung und Auswertung der Röntgenbilder der Ersten Züricher Longitudinalstudie. 2009.