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Universität Tübingen

Malaria in der Schwangerschaft vor und nach nationaler Einführung des Intermittent Preventive Treatment in pregnancy (IPTp) in Gabun

Abstract

Zur Prävention von Malariainfektionen bei schwangeren Frauen und ihren Auswirkungen auf Neugeborene wurde in früheren Jahren im zentralafrikanischen Gabun eine Dauerprophylaxe mit Chloroquin während der Schwangerschaft eingesetzt. Aufgrund steigender Resistenzraten entschloss sich das Land im Jahre 2005, entsprechend aktueller WHO Empfehlungen, zur Einführung des Intermittent Preventive Treatment in pregnancy (IPTp) mit der Substanzkombination Sulfadoxin-Pyrimethamin (SP). Die dieser Arbeit zugrunde liegende Studie untersucht anhand klinisch relevanter Endpunkte – Malariaprävalenz, mütterlicher Hämoglobinwerte, Schwangerschaftsdauer und Geburtsgewicht - die Wirksamkeit dieser Intervention an zwei Studienorten, Lambaréné und Libreville. Im Verlauf zweier Studienperioden, deren eine sich noch auf die Zeit der Chloroquinprophylaxe bezieht, wurden insgesamt 1403 schwangere Frauen kurz vor der Entbindung erfasst. Nach Einführung des nationalen IPTp Programms in Gabun zeigte sich eine zehnfache Reduktion der Malariaprävalenz bei Frauen am Geburtstermin. Die klinischen Endpunkte verbesserten sich dabei insbesondere nach mindestens zweimaliger Einnahme von SP. Weiterhin profitieren Primi- und Secundigravidae wohl mehr als Multigravidae von der Intervention, wobei Letztere jedoch durch SP-Einnahme in der Schwangerschaft besser vor Anämie geschützt scheinen. Die Ausweitung des IPTp Programms auf möglichst viele Schwangere sollte weiterhin angestrebt werden; eine Beschränkung dieser Prophylaxe auf bestimmte Risikogruppen erscheint derzeit nicht sinnvoll. Um auch in Zukunft die Effizienz dieses Programms zu sichern, bedarf es auch weiterhin einer regelmäßigen Prüfung der Resistenzlage sowie der Entwicklung neuer, wirksamer Präparate. Derzeit aber erweist sich SP-IPTp an den gabunischen Studienorten als erfolgreiche Intervention zum Schutz von Müttern und Neugeborenen gegen Malaria.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Schuster, Eva Katharina Andrea

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/45551

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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
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Schuster, Eva Katharina Andrea. Malaria in der Schwangerschaft vor und nach nationaler Einführung des Intermittent Preventive Treatment in pregnancy (IPTp) in Gabun. 2009.