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Universität Tübingen

Lebensqualität nach radikaler Prostatovesikulektomie in Abhängigkeit vom intraoperativen Erhalt des Gefäß-Nerven-Bündels

Abstract

Das Prostatakarzinom hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es ist die häufigste Tumorerkrankung des Mannes. Die Einführung der PSA-Bestimmung als wichtiger diagnostischer Parameter führte zu einer Verschiebung von organüberschreitendem hin zu organbegrenztem Tumorwachstum bei Diagnosestellung. Bei der operativen Therapie des Prostatakarzinoms steht die Radikalität der Operation an erster Stelle, mit dem Ziel, den Tumor komplett zu entfernen. Da vermehrt organbegrenzte Tumoren diagnostiziert werden wird intraoperativ das Gefäß-Nerven-Bündel in Abhängigkeit vom Tumorwachstum erhalten. Ziel dieser Studie ist es, die postoperative Lebensqualität der Patienten nach radikaler Prostatovesikulektomie in Abhängigkeit vom operativen Vorgehen am Gefäß-Nerven-Bündel zu beurteilen. Die allgemeine Lebensqualität der Patienten unterscheidet sich postoperativ nicht von derjenigen der Allgemeinbevölkerung. Die operative Technik wirkt sich folglich nicht auf die allgemeine postoperative Lebensqualität aus. Die Skalen „körperliches Wohlbefinden“ und „Rollenfunktion“ zeigen bei allen nerverhaltend operierten Patienten vergleichbare Werte zur Normalbevölkerung, alle nicht nerverhaltend operierten Patienten geben schlechtere Werte an. Die Auswertung der allgemeinen Miktionsfunktion ergibt keinerlei Unterschied zwischen den Operationstechniken. Die in der Literatur angegeben Zahlen von 0,3% bis hin zu 65,6% Inkontinenz werden von den vorliegenden Zahlen bestätigt. In der Literatur wird die Inzidenz der postoperativen erektilen Dysfunktion von 11-87% angegeben. Das gesamte Patientenkollektiv dieser Studie gibt in lediglich 11% der Fälle an, keinerlei Erektionsproblem zu haben. Somit entsprechen die Zahlen der Studie auch in diesem Punkt den allgemeinen Literaturangaben. Die hohe Akzeptanz und die gute bis sehr gute postoperative Lebensqualität der Prostatovesikulektomie und die hervorragende Tumorkontrolle bei Patienten mit lokal begrenztem oder fortgeschrittenem Tumorwachstum macht sie zu einer optimalen Therapieoption. Alternativverfahren wie Radiatio oder Hormonablation müssen sich mit ihr messen lassen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Mack, Michaela

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/45480

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source
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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
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OAI-PMH GetRecord
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Mack, Michaela. Lebensqualität nach radikaler Prostatovesikulektomie in Abhängigkeit vom intraoperativen Erhalt des Gefäß-Nerven-Bündels. 2009.