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Universität Tübingen

Detektion kolorektaler Raumforderungen mit der dynamischen kontrastverstärkten Magnetresonanz Koloskopie

Abstract

Ziel dieser Arbeit war es, die im Verlauf der „Pilotstudie zur Detektion und Differenzierung von kolorektalen Raumforderungen mit der dynamischen kontrast-verstärkten Magnetresonanz Koloskopie“ (MRK) blockweise geänderten Sequenzparameter zu evaluieren sowie die Detektionsleistung von Polypen unter Einschluss der 2D und 3D virtuellen Endoskopie zu untersuchen. Hierfür wurden 40 Personen im 1,5-Tesla Magnetresonanztomographen Avanto mittels der „dark-lumen“ Technik untersucht. Nach der Applikation eines rektalen Einlaufes mit reinem Wasser und intravenöser Kontrastmittelgabe erfolgte die Akquisition von 3D-Gradienten-Echo-Sequenzen, bestehend aus 80 bis 120 koronaren 1,8 bis 2 mm Schichten zunächst nativ, anschließend dynamisch 35, 75 und 105 Sekunden nach KM-Gabe in Endinspiration unter Apnoebedingungen. Folgende Sequenzparameter wurden im Verlauf geändert: parallele Akquisitonstechnik (PAT-Faktor 2 zu 3), Bandbreite und Voxelgröße. Die Ergebnisse der Kolonographie und der virtuellen Koloskopie wurden sowohl qualitativ als auch quantitativ nach verschiedenen Gesichtspunkten beurteilt (Darmsegment, Zeitpunkt der Messung, Signal und Kontrast zu Rauschen Verhältnis, Bildqualität, Anzahl der notwendigen Änderungen der Auflösunghöhe bei der virtuellen Koloskopie). 25 der Patienten wurden anschließend in der zentralen Endoskopie Einheit der Universitätsklinik Tübingen koloskopiert. Die Ergebnisse der Koloskopie dienten als Referenz für die Bestimmung der Detektion von Polypen. Es zeigte sich, dass die Ergebnisse der MRK durch die Anpassung der Sequenzparameter und Nutzung der parallelen Akquisitonstechnik (PAT) geringfügig verbessert werden können, sich die einzelnen Darmsegmente jedoch in ihrer Beurteilbarkeit deutlich unterscheiden. Die Detektionsleistung war direkt abhängig von der Größe der Polypen. Polypen über 10 mm wurden erkannt, Polypen unter 5 mm wurden nicht erkannt, Polypen zwischen 5 und 10 mm nur teilweise. Insgesamt waren die Ergebnisse vielversprechend. Mit den neueren Techniken liegt die Nachweisgenauigkeit der MRK nur noch gering unter der der CT, kommt aber ohne Strahlenbelastung aus und erzielt einen besseren Weichteilkontrast. Dadurch bietet sie im Gegensatz zu allen anderen Untersuchungen beste Voraussetzungen hinsichtlich der extraluminalen Beurteilung und das nahezu komplikationsfrei. Für Polypen über 5 mm scheint die MRK eine verlässliche Diagnosemöglichkeit zu sein, Polypen über 10 mm und Tumoren werden meist problemlos erkannt. Dies spricht deutlich für die MRK als eine geeingnete Methode im Screening für kolorektale Karzinome.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Ahrendt, Ute

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/45355

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source
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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
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Ahrendt, Ute. Detektion kolorektaler Raumforderungen mit der dynamischen kontrastverstärkten Magnetresonanz Koloskopie. 2008.