Abstract
Die gestörte Insulin-Signaltransduktion bei Diabetes mellitus Typ 2, einer der häufigsten und schwerwiegendsten Krankheiten in der westlichen Welt, ist bis heute nur in den Grundzügen verstanden. Ein genaueres Verständnis dieser Mechanismen könnte zu einem kausalen Therapie-Ansatz führen. AIP wurde im Hefe-2-Hybrid-System als Interaktionspartner von Akt, einer entscheidenden Kinase im Insulin-Signalweg, gefunden. In der Datenbankanalyse ergab sich ein Offenes Leseraster von 5364 Basenpaaren, das Protein ist entsprechend 1788 Aminosäuren lang (206 kDa). Das Protein wird ubiquitär exprimiert. Bei der Analyse mit Scansite ergaben sich Homologien zu verschiedenen Protein-Domänen, deren Bedeutung durch Ergebnisse anderer Arbeitsgruppen unterstützt wurde. Die Homologie zur SNARE-Domäne machte eine Rolle von AIP beim Vesikeltransport wahrscheinlich, die in der Literatur auch beschrieben wurde. Die Bindung an Mikrotubuli wurde ebenfalls experimentell nachgewiesen, die Homologie zur HOOK-Domäne somit verifiziert. Der zentrale coiled-coil-Bereich wurde in allen Arbeiten beschrieben. Von den drei putativen Akt-Phosphorylierungs-Stellen wurden zwei experimentell bestätigt. Nach Klonierung eines vollständigen Konstrukts und eines Konstrukts mit VSV-Sequenz wurde die Interaktion von AIP und Akt in verschiedenen methodischen Ansätzen nachgewiesen. Die funktionelle Charakterisierung des neuen Proteins AIP ergab einen positiven Einfluss von AIP auf die Signaltransduktion von Akt zur Glykogensynthase. AIP steigert die Akt-Phosphorylierung und -Kinase-Aktivität, die GSK3-Phosphorylierung wird verstärkt und es kommt zu einer gesteigerten Glykogensynthese. AIP hat demnach einen stark positiven Einfluss auf die Insulin-Signaltransduktion und könnte ein weiterer Schritt zu einem genaueren Verständnis dieses Signalwegs und einem kausalen Therapie-Ansatz für Diabetes mellitus Typ 2 sein.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author
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- Eckert, Franziska
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
- hdl:10900/45217