Back to search

Universität Tübingen

Rotationsangiographie - Methodik und experimentelle Parameterevaluierung für eine optimale 3D-Visualisierung von zerebralen Gefäßen

Abstract

Evaluierung von Parametern für eine optimierte Visualisierung von 3D-Rotationsangiographien mit standardisierten Einstellungen. Bei einem Phantommodell mit einem künstlichen Gefäßbaum wurden mit unterschiedlichen Parametern (Rotationszeit, Dosis, BV-Größe, Volumen, Matrix) 24 Rotationen durchgeführt (Neurostar Plus, Siemens). Anschließend wurden diese an einer Workstation (3D-Virtuoso, Siemens) rekonstruiert und ausgewertet (36 Rekonstruktionen). Die erhaltenen Rekonstruktionen wurden hinsichtlich Detailerkennbarkeit, Oberflächenbeschaffenheit, Artefakte, Kontrast und Zeitaufwand ausgewertet. Der Vergleich zeigt eine höhere Qualität der Rekonstruktionen mit langen Rotationszeiten, höherer Dosis und großer Matrix. Der Zeitaufwand für die Volumenrekonstruktionen ist bei kurzen Rotationszeiten mit großem Volumen und kleiner Matrix am kürzesten. Der Zeitaufwand für die Nachbearbeitung ist bei langen Rotationszeiten bei kleinem Volumen und großer Matrix am geringsten. Schlußfolgernd sind für diagnostische prätherapeutische Untersuchungen eine Rotationszeit von 5s mit hoher Dosis und 70kV praktikabel. Für Darstellungen von größeren Gefäßausschnitten ist eine Matrix von 256x256, für die Darstellung selektierter Abschnitte (z.B. Aneurysmen) eine Matrix von 128x128 ausreichend. Für die Darstellung von vaskulären Strukturen in Nachbarschaft zu Knochen und zur Therapieplanung sollten lange Rotationszeiten (8s, 14s) wegen der höheren räumlichen Aussagekraft und der besseren Diskriminierung zum Knochen eingesetzt werden. Die Rotationsangiographie stellt einen wichtigen Fortschritt in der Diagnostik und endovaskulären Therapieplanung zerebraler Aneurysmen dar. Die diagnostische Aussagekraft ist höher als bei der konventionellen 2D-Angiographie unter Einsparung von Strahlendosis und Kontrastmittel bei entsprechend bewusstem Einsatz der Akquisitions- und Nachverarbeitungsparameter. Inwieweit eine Ausweitung der Anwendungsgebiete auf periphere, kardiale, pelvine und renale vaskuläre Indikationen, 3D-Cholangiographien und 3D-Dakryozystographien sowie eine Ergänzung oder sogar Ersatz zur 2-Ebenen-Radiographie erfolgen wird, bleibt abzuwarten. Mit raschem Fortschreiten der Hardware- und Softwareentwicklung ist die konsekutive Fortsetzung der 3D-Rotationsangiographie die 4D-Angiographie mit dynamischer Flussanalyse durch eine additive zeitliche Auflösung zur bestehenden räumlichen Auflösung der 3D-Rotationsangiographie.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Gürvit, Özlem

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/44617

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
related terms
citation

Gürvit, Özlem. Rotationsangiographie - Methodik und experimentelle Parameterevaluierung für eine optimale 3D-Visualisierung von zerebralen Gefäßen. 2005.