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Universität Tübingen

Charakterisierung der Aspergillus-spezifischen T-Helferzellantwort bei gesunden Probanden und Patienten nach Chemotherapie und allogener Stammzelltransplantation

Abstract

Die invasive Aspergillose ist einer der Hauptgründe für die infektionsbedingte Mortalität bei nicht-neutropenischen Patienten nach allogener Stammzelltransplantation (SZT). Um die potentielle Rolle der Aspergillus-spezifischen T-Zellantwort für die Kontrolle der invasiven Aspergillose (IA) zu beurteilen, wurden lymphoproliferative Antworten und die Produktion proinflammatorischer Zytokine auf verschiedene native und rekombinante Aspergillus fumigatus-Antigene sowohl bei gesunden Probanden als auch bei Patienten mit invasiver Aspergillose und bei Patienten spät nach allogener SZT in vitro untersucht. Bei den gesunden Probanden wurde eine positive lymphoproliferative Antwort unter anderem auf zelluläre Extrakte von A. fumigatus (14 von 16), die 88 kDa Dipeptidylpeptidase (4 von 16) und die 90 kDa Catalase (8 von 11) dokumentiert. Während 13 von 17 gesunden Versuchspersonen nach Stimulation mit A. fumigatus-Antigenen eine Lymphozytenantwort vom TH1-Typ mit einem hohen Verhältnis der Freisetzung von Interferon c (IFN-c) zu Interleukin 10 (IL-10) in die Kulturüberstände gezeigt haben und Patienten mit regredienter invasiver Aspergillose unter antimykotischer Therapie ebenfalls eine Dominanz von IFN-c gegenüber IL-10 aufwiesen (n = 7; Median des Verhältnisses von IFN-c/IL-10 = 1,0; Spannweite: 0,09-24,8), zeigten Patienten mit progredientem oder stabilem Verlauf der IA niedrige IFN-c- und hohe IL-10-Serumspiegel im Sinne einer TH2-Antwort (n = 10; Median des Verhältnisses von IFN-c/IL-10 = 0,1; Spannweite: 0,002-2,1; P = 0,04). Desweiteren ließ sich nachweisen, daß die Behandlung mit Kortikosteroiden zum einen die Aspergillus-spezifische Lymphoproliferation (P = 0,037) und zum anderen die Freisetzung von IFN-c in die Kulturüberstände (P = 0,017) supprimiert. Im Gegensatz zu Cytomegalievirus- und Tetanus Toxoid-spezifischen T-Zellantworten war die Aspergillus-spezifische T-Zellrekonstitution spät nach allogener SZT durch niedrige Stimulations-Indices und ein geringes Verhältnis von IFN-c/IL-10 charakterisiert. Zusammenfassend belegen diese Ergebnisse, daß T-Zellen nicht nur im Mausmodell sondern auch beim Menschen wesentlich zur Immunabwehr der invasiven Aspergillose beitragen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Bollinger, Claudia Ruth

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/44510

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source
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Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
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Bollinger, Claudia Ruth. Charakterisierung der Aspergillus-spezifischen T-Helferzellantwort bei gesunden Probanden und Patienten nach Chemotherapie und allogener Stammzelltransplantation. 2004.