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Universität Tübingen

Viability in State-Action Space: Connecting Morphology, Control, and Learning

Abstract

Wie können wir Robotern ermöglichen, modellfrei und direkt auf der Hardware zu lernen? Das maschinelle Lernen nimmt als Standardwerkzeug im Arsenal des Robotikers seinen Platz ein. Es gibt jedoch einige offene Fragen, wie man die Kontrolle über physikalische Systeme lernen kann. Diese Arbeit gibt zwei Antworten auf diese motivierende Frage. Das erste ist ein formales Mittel, um die inhärente Robustheit eines gegebenen Systemdesigns zu quantifizieren, bevor der Controller oder das Lernverfahren entworfen wird. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, sowohl das Hardals auch das Software-Design eines Roboters zu berücksichtigen, da beide Aspekte in der Systemdynamik untrennbar miteinander verbunden sind. Die zweite ist die Formalisierung einer Sicherheitsmass, die modellfrei erlernt werden kann. Intuitiv zeigt diese Mass an, wie leicht ein Roboter Fehlschläge vermeiden kann. Auf diese Weise können Roboter unbekannte Umgebungen erkunden und gleichzeitig Ausfälle vermeiden. Die wichtigsten Beiträge dieser Dissertation basieren sich auf der Viabilitätstheorie. Viabilität bietet eine alternative Sichtweise auf dynamische Systeme: Anstatt sich auf die Konvergenzeigenschaften eines Systems in Richtung Gleichgewichte zu konzentrieren, wird der Fokus auf Menge von Fehlerzuständen und die Fähigkeit des Systems, diese zu vermeiden, verlagert. Diese Sichtweise eignet sich besonders gut für das Studium der Lernkontrolle an Robotern, da Stabilität im Sinne einer Konvergenz während des Lernprozesses selten gewährleistet werden kann. Der Begriff der Viabilität wird formal auf den Zustand-Aktion-Raum erweitert, mit Viabilitätsmengen von Staat-Aktionspaaren. Eine über diese Mengen definierte Mass ermöglicht eine quantifizierte Bewertung der Robustheit, die für die Familie aller fehlervermeidenden Regler gilt, und ebnet den Weg für ein sicheres, modellfreies Lernen. Die Arbeit beinhaltet auch zwei kleinere Beiträge. Der erste kleine Beitrag ist eine empirische Demonstration der Shaping durch ausschliessliche Modifikation der Systemdynamik. Diese Demonstration verdeutlicht die Bedeutung der Robustheit gegenüber Fehlern für die Lernkontrolle: Ausfälle können nicht nur Schäden verursachen, sondern liefern in der Regel auch keine nützlichen Gradienteninformationen für den Lernprozess. Der zweite kleine Beitrag ist eine Studie über die Wahl der Zustandsinitialisierungen. Entgegen der Intuition und der üblichen Praxis zeigt diese Studie, dass es zuverlässiger sein kann, das System gelegentlich aus einem Zustand zu initialisieren, der bekanntermassen unkontrollierbar ist.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author
  • Heim, Steve

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
hdl:10900/101145

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Tübingen
Base URL
publikationen.uni-tuebingen.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
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Heim, Steve. Viability in State-Action Space: Connecting Morphology, Control, and Learning. 2020.