Universität Potsdam
Gemeinsames Lernen in der Grundschule: Die Veränderung der Einstellungen von Kindern zu schulischer Inklusion im Rahmen der SEGEL-Intervention
Abstract
dc:description.abstractDeutschlandweit werden Kinder mit und ohne besonderen Unterstützungsbedarf zunehmend zusammen in einer Klasse unterrichtet. Wie erfolgreich das gemeinsame Lernen ist, hängt auch von den Einstellungen aller Beteiligten ab. Positive Einstellungen sind daher von besonderer Bedeutung, weshalb Interventionen zur Einstellungsverbesserung an Relevanz gewinnen. Im Land Brandenburg strebt die Intervention Soziale Entwicklung beim gemeinsamen Lernen (SEGEL) an, neben personalen und sozialen Kompetenzen die Einstellungen der Schüler:innen zum gemeinsamen Lernen zu fördern. Die Einstellung von Kindern gegenüber schulischer Inklusion, insbesondere inklusiver Lernsettings, wurde bislang wenig empirisch untersucht. Deshalb geht die vorliegende Studie der Frage nach, wie Schüler:innen dem ge-meinsamen Lernen, und konkret unterrichtlichen Differenzierungsmaßnahmen, gegenüber eingestellt sind und wie sich die Einstellungen durch ihre Teilnahme an der SEGEL-Intervention entwickeln. N = 283 Viert- und Fünftklässler:innen haben an zwei Fragebogenerhebungen vor und nach der Intervention teilgenommen. Es zeigte sich, dass die Schüler:innen gegenüber einer inneren Differenzierung des Unterrichts für Kinder mit Verhaltensschwierigkeiten zu bei-den Messzeitpunkten signifikant negativer eingestellt sind als für Kinder mit Lernschwierigkei-ten. Vor und nach der Intervention unterschieden sich die Einstellungen der Schüler:innen nicht abhängig davon, ob sie sich selbst (nicht) als Kind mit Schwierigkeiten beim Lernen oder Verhalten einschätzten. Bezüglich des Ziels der Einstellungsverbesserung konnten nach der Intervention signifikant verbesserte, dennoch weiterhin negative Einstellungen bei den Schü-ler:innen gegenüber Differenzierungsmaßnahmen für Kinder mit Verhaltensschwierigkeiten festgestellt werden. Die Einstellungen der Schüler:innen gegenüber einem binnendifferenzierten Unterricht für Kinder mit Lernschwierigkeiten blieben nahezu unverändert positiv. Damit sind die Ergebnisse mit dem aktuellen Forschungsstand konsistent. Zukünftig sollte sich die Forschung den Ursachen dieser Einstellungen widmen.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- master
- Grantor dc:publisher
- Universität Potsdam
- Year
- 2025
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Aheimer, Henriette
- Contributors dc:contributor
-
- Bosse, Stefanie
- Martin, Katja
Subjects
dc:subject × 12Rights
dc:rights- Statement dc:rights
-
- CC-BY - Namensnennung 4.0 International
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/docId/68306
- OAI identifier oai:identifier
- oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:68306