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Universität Heidelberg

Inhibition der Interaktion von humanpathogenen Papillomaviren (HPV) und Zellen : Untersuchung von HPV11-kapsidspezifischen Peptiden

Abstract

dc:description.abstract

Ziel war die Identifizierung von Peptiden, die eine Bindung von HPV11-Virionen an Wirtzellen verhindern. Solche Peptide können im Gegensatz zu Antikörpern als Strukturvorlage für die Entwicklung eines kostengünstigen Therapeutikums dienen. Im Rahmen des Projekts wurde unter anderem eine zyklische, vom Bakteriophagen M13 präsentierte Peptidbibliothek auf Sequenzen selektioniert, die spezifisch mit HPV11 virus-ähnlichen Partikeln interagieren. Achtzehn verschiedene HPV11-spezifische Peptidsequenzen wurden identifiziert und zunächst im Kontext der rekombinanten Phagen genauer charakterisiert. Einige Phagenklone kreuzreagierten mit VLPs anderer Papillomavirus-Typen. Die meisten HPV11-spezifischen Peptidsequenzen reagierten mit dem nahe verwandten HPV-Typ 6b. Eine der Peptidsequenzen (PD11) vermittelt die Bindung an die Typen HPV16, HPV18 und BPV1, aber nicht an HPV6b. Es ist möglich, dass ein konserviertes Rezeptor-Erkennungsmotiv auf Papillomavirus-Kapsiden existiert, da Virionen verschiedener PV-Typen um zellpräsentierte Rezeptoren konkurrieren. Sofern also ein solches konserviertes Motiv existiert, bindet dort keine der identifizierten Peptidsequenzen direkt. Von achtzehn rekombinanten Phagenklonen mit unterschiedlicher Peptidsequenz konnten acht die Bindung von HPV11-VLPs an CV1-Zellen inhibieren. Dabei waren vor allem solche Phagenklone inhibitorisch aktiv, die eine vergleichsweise hohe Affinität zu HPV11-VLPs aufwiesen. Anschließend wurden die synthetischen Peptide untersucht. Keine der im Phagenkontext aktiven Peptidsequenzen hatte hierbei einen inhibitorischen Einfluss auf die Bindung von HPV11-VLPs an Zellen. Ein schwacher aber signifikanter Rückgang der Bindung von HPV11-VLPs wurde nur mit dem Peptid PD6 erzielt. Für die Entwicklung eines inhibitorischen Therapeutikums ist eine Optimierung dieser Peptidsequenz erforderlich, da die Bindung von HPV11-VLPs an Zellen bisher nur um 23 reduziert wird.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2002

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Glastetter, Esther
Contributors dc:contributor
  • Gissmann, Lutz

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2920
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:2920

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Harvested from
Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Glastetter, Esther. Inhibition der Interaktion von humanpathogenen Papillomaviren (HPV) und Zellen : Untersuchung von HPV11-kapsidspezifischen Peptiden. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2002. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2920