Freie Universität Berlin
Unterschiede von injizierbaren Füllermaterialien hinsichtlich ihrer Risikofaktoren und unerwünschten Wirkungen
Abstract
dc:description.abstractObwohl injizierbare Füllermaterialien gemeinhin als sicher gelten, werden mit ihrer vermehrten Anwendung und den damit vermehrt auftretenden unerwünschten Wirkungen dieses UaWs und damit möglicherweise verbundenen Risikofaktoren zunehmend thematisiert. Aufgrund der Seltenheit dieser Reaktionen war es bisher schwer statistisch signifikante Aussagen zu diesen Reaktionen und möglichen Risikofaktoren zu machen. Das Berliner Register bietet erstmals hinreichend große Fallzahlen, um Signifikanzen zu untersuchen. Es wurden 238 Patienten des IFS-Fallregisters hinsichtlich signifikanter Unterschiede der Risikofaktoren und UaWs in vier verschiedenen Füllermaterialgruppen (Hyaluronsäurepräperate, Dermalive (HEMA/EMA), Poly-L-Lactic-Säure und Polyacrylamidpräparate) statistisch analysiert. Dazu wurden univariate Datenanalysen und inferenzstatistische Untersuchungen mithilfe des Chi- Quadrat-Tests und ANOVA durchgeführt. Die UaWs: Schmerz und Verfärbungen variieren hochsignifikant zwischen den verschiedenen Füllermaterialgruppen. Dabei tritt Schmerz als UaW bei Polyacrylamidpräparaten am häufigsten, hingegen bei Dermalive am seltensten auf. Zudem zeigen Polyacrylamidpräparate deutlich weniger Verfärbungen als andere Gruppen. Signifikante Zusammenhänge ergeben sich zwischen Füllermaterialgruppen und den UaWs Schwellungen, Knoten/Verhärtungen und Juckreiz. Die höchsten Ausprägungen für die UaWs Schwellungen und Knoten/Verhärtungen zeigen Poly-L-Lactic-Säure-Präparate, bei Juckreiz ist die Fallzahl nicht optimal für eine fundierte Aussage. Bezüglich der möglichen Risikofaktoren für UaWs auf injizierbare Füllermaterialien reichen die Daten noch nicht zur Ermittlung von Signifikanzen aus. Die Datenauswertung ergab jedoch deutliche Zusammenhänge zwischen einzelnen Füllermaterialgruppen und Risikofaktoren. Die Daten der IFS-Studie erlauben die unerwünschten Reaktionen und ihre möglichen Risikofaktoren besser zu charakterisieren. Signifikante Unterschiede konnten zwischen Füllermaterialgruppen und der Art der UaWs festgestellt werden. Die von uns untersuchten Risikofaktoren scheinen zudem mit einzelnen Füllermaterialgruppen in Zusammenhang zu stehen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Ang, Jesse
Subjects
dc:subject × 5Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
- http://dx.doi.org/10.17169/refubium-5143