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Freie Universität Berlin

Belastungsfaktoren und Veränderungen der Lebensqualität im Rahmen der Protonentherapie uvealer Melanome

Abstract

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Einleitung: Das uveale Melanom ist der häufigste primär intraokuläre Tumor bei Erwachsenen. Zur Therapie des uvealen Melanoms ist die Protonentherapie als ein Verfahren der Strahlentherapie seit Jahren etabliert. Diese beinhaltet zwei wesentliche Therapieschritte: Zunächst werden in einer vorbereitenden Operation vier Tantal-Clips auf der Sklera des Auges platziert bevor in einem zweiten Schritt die eigentliche Bestrahlung durchgeführt werden kann. Die vorliegende Arbeit untersucht erstmalig detailliert die therapieassoziierten Auswirkungen dieser Behandlung auf die Lebensqualität und die psychische Belastung von Patienten mit einem uvealen Melanom. Methoden: Für die prospektive Studie wurden 131 Patienten mit einem uvealen Melanom rekrutiert und zu verschiedenen Zeitpunkten der Protonentherapie befragt: Prätherapeutisch (T0), vor der Protonentherapie/nach der Clip-Operation (T1), unmittelbar nach Abschluss der Protonentherapie (T2) und drei Monate nach der Protonentherapie (T3). Die Datenerhebung erfolgte mit dem EORTC QLQ-C30, dem EORTC QLQ-OPT30, dem Generalized Anxiety Disorder 7 (GAD-7) sowie einem für die vorliegende Arbeit entworfenen Fragebogen zur Erfragung der psychischen Belastung. Des Weiteren wurden soziodemographische Daten der Patienten erfasst. Ergebnisse: Nach Durchführung der Clip-Operation (T1) konnte eine signifikante Abnahme der Lebens-qualität sowie eine signifikante Abnahme der „Körperlichen Funktion“, der „Rollenfunktion“, der „Kognitiven Funktion“ und der „Sozialen Funktion“ im Vergleich zur prätherapeutischen Befragung (T0) beobachtet werden. Die Lebensqualität der Patienten zeigte im weiteren Therapieverlauf eine stetige Zunahme und entsprach drei Monate nach Abschluss der Therapie (T3) dem prätherapeutischen Niveau (T0). Angstsymptome und die emotionale Belastung waren peritherapeutisch für die untersuchten Patienten von hoher Relevanz. Hierbei konnte im Therapieverlauf eine signifikante Abnahme der „Rezidivangst“ und der „Psychischen Gesamtbelastung“ sowie eine Zunahme der „Emotionalen Funktion“ beobachtet werden. Einen besonders hohen Grad der Belastung wiesen hierbei Frauen und jüngere Patienten auf. Schlussfolgerungen: Im Rahmen einer Protonentherapie ist die Clip-Operation ein wesentlicher Belastungsfaktor für die Patienten. Alternative, nicht-invasive Positionierungsverfahren könnten somit die Lebens-qualität von Patienten mit einem uvealen Melanom bei Durchführung einer Protonentherapie verbessern. Über den Gesamtverlauf der Behandlung stellte sich insgesamt nur eine geringe Beeinträchtigung der Lebensqualität dar. Die ausgeprägte peritherapeutische emotionale Belastung weist jedoch auf den erhöhten Bedarf einer individualisierten psychoonkologischen Betreuung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Risikogruppen hin.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Rabsahl, Christopher Johannes

Subjects

dc:subject × 3

Rights

Language dc:language
ger, eng

Identifiers

dc:identifier.*

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source
Harvested from
Freie Universität Berlin
Base URL
refubium.fu-berlin.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Rabsahl, Christopher Johannes. Belastungsfaktoren und Veränderungen der Lebensqualität im Rahmen der Protonentherapie uvealer Melanome. 2022. https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/35706