Freie Universität Berlin
Auswirkung einer Unterlage mit erhöhter Wärmekapazität auf die Körpertemperatur und die Herzfrequenz während des Schlafes
Abstract
dc:description.abstractLebewesen schlafen um den circadianen Tiefpunkt ihrer Körperkerntemperatur (KKT). Vor und während der Schlafphase gibt der Körper Wärme an seine Umgebung ab. Die Zusammenhänge zwischen Thermoregulation und Schlafregulation sind Gegenstand intensiver Forschung. In unserer Studie untersuchten wir den Einfluss einer Unterlage mit hoher Wärmekapazität auf die KKT, die distale und proximale Hauttemperatur (T DIST, T PROX), die Herzfrequenz und den Schlaf. Verglichen wird hierbei eine Matratze mit hoher Wärmekapazität der Oberfläche mit einer konventionellen Matratze. Methoden: In einer prospektiven doppelt verblindeten randomisierten Crossover-Studie untersuchen wir an 33 gesunden männlichen Probanden (Alter 40-55 Jahre) den Einfluss einer Matratze mit hoher Wärmekapazität der Oberfläche auf den Verlauf von KKT, T DIST, T PROX, Herzfrequenz und Schlafstadien im Vergleich mit einer konventionellen Komfortschaummatratze. Zwischen beiden Untersuchungsnächten lag eine einwöchige Wash-Out-Phase. Die Probanden schliefen in einem auf 20,5°C klimatisierten Raum. Während einer nächtlichen Schlafepisode von 8h wurde die KKT mittels einer verschluckbaren Kapsel drahtlos gemessen, die Temperatur der Matratzenoberfläche und Haut konduktiv mittels iButtons. Die Schlafstadien und Herzfrequenz wurden mittels Polysomnographie untersucht. Ergebnisse: Die KKT, T PROX und Herzfrequenz waren signifikant geringer auf der TM, der Tiefschlaf (N3) erhöht. Der leichte Schlaf (N1, N2), REM-Schlaf und T DIST unterschieden sich nicht signifikant. Die gemessenen Temperaturunterschiede wurden maximal mit KKT 0,28°C (p < 0,00104) und T PROX 0,88°C (p < 0,05). Schlussfolgerung: Bei gesunden mittelalten männlichen Probanden konnten die KKT und Herzfrequenz in der Nacht durch eine Matratzenoberfläche mit hoher Wärmekapazität gesenkt werden. Dabei traten keine periphere Vasokonstriktion oder Beeinträchtigung des Schlafes ein. Die niedrigere KKT resultierte aus einer konduktiven Wärmeabgabe über die proximale Hautoberfläche.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Hein, Julia Katharina
Subjects
dc:subject × 6Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
- http://dx.doi.org/10.17169/refubium-34078