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Freie Universität Berlin

Akute Nierenschädigung nach Transkatheter-Aortenklappenimplantation

Abstract

dc:description.abstract

Schwere Komplikationen nach Transkatheter-Aortenklappenimplantation (TAVI) sind aufgrund einer zunehmenden prozeduralen Sicherheit selten. Mit der TAVI einhergehende Phasen hämodynamischer Instabilität sowie ein erhöhtes Infektionsrisiko können die renale Funktionsreserve beeinflussen. In der vorliegenden Untersuchung haben wir Inzidenz, Risikofaktoren und Verlauf einer akuten Nierenschädigung (AKI) nach TAVI untersucht. Methodik In einer retrospektiven Single-Center-Studie analysierten wir Daten von 811 konsekutiven Patienten, die sich in den Jahren 2017 und 2018 einer elektiven TAVI unterzogen. AKI wurde entsprechend der Kidney Disease Improving Global Outcome Guidelines (KDIGO) definiert. Variablen zu Komorbiditäten, periinterventionellen Komplikationen und zum Verlauf der Nierenfunktion bis zum Zeitpunkt sechs Monate nach Index-Hospitalisierung wurden erhoben. In einer Multivariaten Analyse bestimmten wir Risikofaktoren für die Entwicklung einer AKI und der Krankenhausletalität. Ergebnisse Die AKI-Inzidenz lag bei 13,8 %, die Krankenhausletalität bei 2,3 %. Die Rate an renalen und kardialen Komplikationen lag bei 49 % der Patienten mit AKI. Bei knapp einem Drittel der Patienten, für die innerhalb von sechs Monaten nach TAVI eine Nierenfunktionskontrolle verfügbar war, trat eine De-novo bzw. Verschlechterung einer vorbestehenden chronischen Niereninsuffizienz auf. Dabei war das Risiko für Patienten mit AKI während des Index-Krankenhausaufenthaltes fast doppelt so hoch wie für Patienten ohne AKI (p < 0,04). Klappentyp und -größe, Kontrastmittelvolumen und weitere intrainterventionelle Charakteristika, wie die Notwendigkeit eines Tachykardialen Pacings, schienen keinen Einfluss auf die Entwicklung einer AKI zu haben. Die Notwendigkeit einer Schrittmacherimplantation war ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer AKI (OR 2,1; 95 % KI: 1,2-3,7; p = 0,006). Patienten mit kardialer Dekompensation während des stationären Aufenthaltes zeigten seltener eine Nierenfunktionserholung nach TAVI (p = 0,003). AKI war ein unabhängiger Risikofaktor für die Krankenhausletalität (OR 7,9; 95 % KI 2,4-25,6; p = 0,001) und damit als einzelner Risikofaktor stärker gewichtet als intrainterventionelle Komplikationen bzw. die Gabe von Erythrozytenkonzentraten (EK) während der Hospitalisierung. Informationen zum Krankheitsbild „AKI“ fanden sich bei 16,2 % der Patienten im Entlassbrief; ein fachspezifisches Konsil erfolgte in < 5 % der Patienten mit AKI. Schlussfolgerung Eine AKI ist ein häufiges und prognostisch relevantes Syndrom bei Patienten nach TAVI mit Auswirkungen auf die Nierenfunktion bis sechs Monate nach Intervention. Die Rolle der Schrittmacherpflichtigkeit nach TAVI für die Entstehung einer AKI sollte untersucht und die Informationsübermittlung verbessert werden.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Altendeitering, Freya Fiona Valerie

Subjects

dc:subject × 6

Rights

Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*

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source
Harvested from
Freie Universität Berlin
Base URL
refubium.fu-berlin.de/oai/request
Last updated
2026-08-21
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Altendeitering, Freya Fiona Valerie. Akute Nierenschädigung nach Transkatheter-Aortenklappenimplantation. 2021. https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/29730