Abstract
dc:description.abstractZusammenfassung Der topologische Zustand von DNA ist eines ihrer wesentlichen Merkmale und beeinflußt sowohl den informatorischen Gehalt einzelner Sequenzen auf dem Niveau der Interaktion zwischen diskreten, kurzen Basenfolgen und daran bindenden Liganden, als auch die Zugänglichkeit ganzer Chromosomenabschnitte. Im Zellkern liegt DNA topologisch fixiert vor, die Fixierung kann dabei in Abhängigkeit von ihrer morphologischen oder funktionellen Charakterisierung unterschiedlich definiert sein. Torsionsspannung als Bestandteil der physiologischen Eigenschaften wird erst durch topologische Fixierung der DNA, meist an einer Matrix, möglich. Die Modulation des Gehaltes an Torsionsspannung, und damit an Konformationsenergie, hat Auswirkungen auf zahlreiche Aspekte der DNA im Zellkern, u.a. die Fähigkeit zur Initiation der Transkription und die Ausbildung von alternativen Sekundärstrukturen, wie Z-DNA. In meiner Arbeit wird ein Modell vorgestellt, welches die Untersuchung von matrixgebundener, topologisch fixierter DNA durch Bindung kovalent geschlossener, linearer Moleküle an eine Oberfläche ermöglicht. Das System wurde umfangreich durch Bindungsexperimente mit Sekundärform- spezifischen Antikörpern charakterisiert. Die Bildung von Z-DNA bei viel geringeren Unterwindungsgraden als im Plasmidsystem wird gezeigt. Die Bindungsspezifität der bindenden Antikörper sowie der Z-DNA-bindenden Domäne des RNA ediernden Enzyms dsRAD1 wurde untersucht. Das System eignet sich zur Untersuchung der Wirkung und Inhibition von Topoisomerasen. Beispiele für Experimente mit Topoisomerasen sowie die Bildung von RNA-Schleifen als Konsequenz der Transkription in gespannter DNA werden gezeigt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Junghans, Claas
Subjects
dc:subject × 2Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
- http://dx.doi.org/10.17169/refubium-17430