Freie Universität Berlin
Identifizierung und Charakterisierung neuer intrazellulärer Bindungspartner von CEACAM1-L und deren Einfluss auf CEACAM1-L-vermittelte zelluläre Funktionen
Abstract
dc:description.abstractIn dieser Arbeit wurde Filamin A als neuer intrazellulärer Interaktionspartner von CEACAM1-L identifiziert. Um die funktionelle Auswirkung der Interaktion von CEACAM1-L und Filamin A zu untersuchen, wurde ein humanes Melanom- Zellsystem etabliert, dass die Filamin A- und CEACAM1-L-negativen wt-M2-Zellen und die daraus durch Transfektion entstandenen Filamin A-exprimierenden A7-Zellen zur Grundlage hatte. Beide Zelllinien wurden mit CEACAM1-L transfiziert, so dass die Zelllinien M2-CC1 und A7-CC1 entstanden. Filamin A und CEACAM1-L lagen also jeweils einzeln exprimiert und koexprimiert vor. Es konnte in Transwell-Migrations- und -Invasions-Assays sowie in Monolayer- Wundheilungs-Assays gezeigt werden, dass die alleinige Expression von CEACAM1-L die Zellstreuung und die Migration erhöhte, aber keinen Einfluss auf die Invasion hatte. Die alleinige Expression von Filamin A hatte keinen Einfluss auf die Zellstreuung, erhöhte aber die Migration und die Invasion. CEACAM1 und Filamin A schienen verschiedene Mechanismen für ihre pro- migratorische Funktion zu nutzen, da sie unterschiedliche Auswirkungen auf die Organisation des Aktinzytoskeletts und die Phosphorylierung von Integrin- abhängigen Adhäsionen hatten. Die Koexpression der beiden Proteine bewirkte die völlige Inhibition der Zellstreuung sowie eine starke Reduktion der Migration und der Invasion. Es konnte gezeigt werden, dass die Bindung von CEACAM1-L und Filamin reguliert ist und dass die Bindung von CEACAM1-L und Filamin A dessen Interaktion mit der kleinen GTPase RalA stört. Der zweite identifizierte Interaktionspartner von CEACAM1-L ist das Poldip2. Es wurde ein Poldip2-spezifischer Antikörper hergestellt und Koimmunpräzipitationen zeigten, dass CEACAM1-L und Poldip2 auch in vivo interagieren. Es konnte eine zytoplasmatische und nukleäre Lokalisation von Poldip2 in endothelialen und epithelialen Zellen gezeigt werden. In indirekten Immunfluoreszenzen wurde gezeigt, dass die intrazelluläre Lokalisation von Poldip2 in NBT-II-Zellen durch die Zelldichte und durch die Behandlung mit EGF beeinflussbar war. Für strukturelle und funktionelle Untersuchungen von Mitgliedern der CEA-Familie wurden eine Reihe verschiedener CEACAM-Fc-Konstrukte kloniert und exprimiert. Dazu wurden die extrazellulären Domänen der humanen CEACAMs 1, 5, 6 und 8 sowie des Ratten-CEACAM1 mit der konstanten Region der schweren Kette eines humanen IgG fusioniert.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Klaile, Esther
Subjects
dc:subject × 1Rights
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier URI
- http://dx.doi.org/10.17169/refubium-15180