University of Freiburg
Ist eine intensiv-medizinische Überwachung bei Schädel-Hirn-Trauma Grad 1 (Commotio Cerebri) immer notwendig?
Abstract
dc:description.abstractZiel: Identifzierung von Risikofaktoren für intrakranielle Blutungen nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma. Methode: Auswertung von 464 Patientenakten. Ergebnisse: Etwa zwei Drittel waren männliche (67,5) mit einem Durchschnittsalter von 36,1 Jahren. Führende Unfallursache war plötzlicher Fall oder Fahrrad/Auto-Unfall. 30,4 der Patienten standen zum Unfallzeitpunkt unter Alkoholeinfluss. Zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme zeigten 17,2 der Patienten eine veränderte Bewusstseinslage und 12,5 zeigten neurologische Zeichen. Zehn Patienten hatten eine intrakranielle Blutung. Alle diese Blutungen wurden durch die primäre Diagnostik erhoben. Diskussion/Schlussfolgerung: Folgende Patientengruppen mit leichtem Schädel-Hirn-Trauma haben ein erhöhtes Risiko der intrakraniellen Blutung: Alter > 60 und unter 16 Jahre, plötzlicher Fall, Tachykardie, GCS < 15, veränderte Bewutsstseinslage, neurologische Zeichen, Schädelfraktur, Patienten mit Koagulopathie. Betrunkene Patienten sind nur engeschränkt beurteilbar. Patienten mit erhöhtem Risiko sollten auf einer Intensivstation überwacht werden, während Patienten ohne Risikofaktoren auf einer normalen Station überwacht werden oder nach einigen Stunden ereignisloser Überwachung nachuntersucht und entlassen werden können.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Schmitz, Daniel
- Contributors dc:contributor
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- Baumgartner, Ulrich
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/710
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:710