University of Freiburg
Zahnunterzahl im Frontzahn- und Prämolarenbereich : ein röntgenkephalometrischer Vergleich der Therapieresultate nach kieferorthopädischer Behandlung
Abstract
dc:description.abstractIn einer retrospektiven Untersuchung anhand von Fernröntgenseitenbildern des Schädels wurde bei 100 jugendlichen Patienten die Gesichtsprofilveränderung in Abhängigkeit von der durchgeführten kieferorthopädischen Therapie analysiert. Bei der Hälfte der Patienten wurde eine Zahnunterzahl im Oberkieferfrontzahnbereich und bei der anderen Gruppe eine Extraktionslücke im Seitenzahnbereich orthodontisch geschlossen. Von jedem Patienten wurden die Ausgangs- und Endröntgenbilder der Behandlung durchgezeichnet und vermessen. Insgesamt wurden pro Bild 33 knöcherne und weichteilige Parameter erfasst. <br>In beiden Gruppen trat unter Therapie eine deutliche Dorsalverlagerung von Ober- und Unterlippe in Bezug zur Esthetic-Line und zur N-Pog-Linie auf. Gleichzeitig kam es zu einer Ventralverlagerung des Unterkiefers, die primär auf den pubertalen Wachstumsschub der Patienten zurückzuführen ist. Die Ergebnisse belegen, dass die Extraktionstherapie die alveoläre Kieferentwicklung in der Sagittalen hemmt aber die Basalentwicklung der Mandibula nicht beeinträchtigt. Insgesamt ist prätherapeutisch eine genaue Prognose der zu erwartenden Profilveränderungen nach den Ergebnissen dieser Studie nicht möglich. Eine Beeinflussung des Gesamtprofils durch die Extraktionstherapie konnte nicht beobachtet werden, ebenso war eine verstärkte Abflachung der skelettalen und Weichteilkonvexität mit Ausbildung eines 'dish face' nicht charakteristisch. Die Rückverlagerung des oberen Alveolarfortsatzes und des Sulcus labialis superior war bei Patienten mit Oberkieferfrontzahnunterzahl in Kombination mit skelettaler Klasse II und steilstehenden oberen Inzisivi im Ausgangsbefund signifikant am stärksten. <br>Unter dem Aspekt des Gesichtsprofils gelten bei der Entscheidung, ob bei fehlenden Oberkieferfrontzähnen ein Lückenschluß durchgeführt werden soll oder nicht, die gleichen Kriterien wie bei einer konventionellen orthodontischen Extraktionstherapie.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Jüdt, Tobias
- Contributors dc:contributor
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- Jonas, Irmtrud
Subjects
dc:subject × 5Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/264
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:264