University of Freiburg
Die Rolle von KATP-Kanälen bei der evozierten Serotonin-Freisetzung während kurz- und langdauernder Blockade des Serotonin-Transporters im Neocortex der Ratte und der Maus
Abstract
dc:description.abstractAdaptive Veränderungen, die sich infolge der Uptake-Blockade antidepressiver Medikamente an der neuronalen Synapse ergeben, werden als langfristiger Wirkmechanismus in der Depressionstherapie angenommen. Abhängig von der Offenwahrscheinlichkeit von K+-Kanälen konnte in in-vivo Versuchen die antidepressive Wirkung beeinflusst werden. Mithilfe der Superfusionstechnik konnte der [3H]-Noradrenalin-Release im Neocortex der Ratte durch KATP-Kanal-Blockade abhängig von der Einwirkzeit der Uptake-Blocker modifiziert werden. Im Rahmen dieser Arbeit sollte geklärt werden, ob sich der [3H]-Serotonin-Release im Ratten- und Mauscortex ebenfalls durch KATP-Kanalblockade je nach Dauer der Uptake-Blockade modifizieren lässt. <br>Durch die KATP-Kanal-Blockade wurde der [3H]-Serotonin-Release im Rattencortex ohne Uptake-Blockade gesteigert, der unter kurzdauernder Uptake-Blockade ohnehin erhöhte Release konnte weder unter kurz- noch langdauernder Uptake-Blockade weiter gesteigert werden. Im Mauscortex war ohne Uptake-Blockade mit KATP-Kanal-Blockade der [3H]-Serotonin-Release gegenüber der Kontrolle am höchsten. Weder nach kurz- noch nach langdauernder Uptake-Blockade konnte durch KATP-Kanal-Blockade der Release weiter als unter Uptake-Blockade allein gesteigert werden. Durch Inhibition der Na+-K+-ATPase mit Ouabain konnte der unter KATP-Kanal-Blockade gesteigerte [3H]-Serotonin-Release in beiden Spezies verhindert werden. <br>Aus diesen Ergebnissen schlossen wir, dass in beiden Spezies die Offenwahrscheinlichkeit der KATP-Kanäle ohne Uptake-Blockade am größten ist und unter Uptake-Blockade abnimmt. Da die Blockade der Na+-K+-ATPase denselben Effekt auf die K+-Kanäle hatte wie langdauernde Uptake-Blockade, könnten die SSRI indirekt über dieses Enzym auf die KATP-Kanäle wirken. <br>Im zweiten Teil der Arbeit wurde eine neue chemische Superfusionsanlage etabliert und Experimente zur Optimierung der Versuchsbedingungen durchgeführt. Die antiepileptisch wirkende Prüfsubstanz SPM927 und einige ihrer Metabolite zeigten keinen hemmenden Einfluss auf die K+-evozierte [3H]-Noradrenalin-Freisetzung im Rattenhippocampus.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Bubl, Berenice
- Contributors dc:contributor
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- Feuerstein, Thomas J.
Subjects
dc:subject × 9Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/2148
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:2148