University of Freiburg
Bischof Siegfried von Regensburg, Kanzler Kaiser Friedrichs II.
Abstract
dc:description.abstractDer Rheingrafenabkömmling Siegfried (1188/97 - 1246) tritt nach dem Tod seiner Eltern Wolfram und Guda als Domkantor in die Dienste seines Verwandten, des Mainzer Erzbischofs Siegfried II von Eppstein. Hier begegnet er Kaiser Friedrich II., dessen Freund der Erzbischof ist. Siegfried weilt wenig später in Rom, als Kaiser und Papst nach einem Kandidaten für den Regensburger Bischofsthron Ausschau halten. Zuvor war in Regensburg von Ministerialen und einer Minderheit des Domkapitels der Dompropst Gottfried von Ast inthronisiert worden. Er dankt es seinen Wählern durch Verschleudern von Kirchengütern und -rechten. Als daraufhin die Majorität des Domkapitels und Regensburger Bürger in Rom vorstellig werden, setzt Gregor IX. Gottfried ab und ordnet eine Neuwahl an, aus der Siegfried als neuer Bischof von Regensburg hervorgeht. Über die Kaiserresidenz Melfi und Mainz zieht er nach Regensburg. In Melfi rüstet der Kaiser gerade zu seinem dann unterbliebenen Kreuzzug, was ihm seine erste Bannung einbringt. Siegfried hilft dem Kaiser - zusammen mit anderen Reichsfürsten - sich von der Kirchenstrafe zu lösen, worauf ihn der Kaiser zum Reichskanzler ernennt. Siegfrieds diplomatischem Geschick ist es ferner zu danken, daß sich Friedrich II. auf dem Hoftag zu Cividale (1232) mit seinem ihm entfremdeten Sohn Heinrich (VII.) - vorübergehend - aussöhnt. Bischof Siegfried spricht Recht, dient Kaiser und König bei vielerlei Anlässen als Zeuge und Rekognoszent, fördert Medikantenorden seiner Stadt und hilft Witwen und Armen. Als er sich weigert, die zweite Bannung Friedrichs II. zu verkünden, wird er durch den päpstlichen Legaten Albert Behaim selbst gebannt (1240). Erst als das Anathema Friedrichs auf dem Konzil von Lyon (1245) bestätigt und der Kaiser abgesetzt wird, wechselt auch Siegfried ins päpstliche Lager, stirbt aber schon wenig später und wird als letzter Regensburger Bischof im romanischen Vorgängerdom der heutigen Kathedrale beigesetzt.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Muschka, Wilhelm
- Contributors dc:contributor
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- Mordek, Hubert
Subjects
dc:subject × 3Identifiers
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- https://freidok.uni-freiburg.de/data/182
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