University of Freiburg
Einfluss einer kontrollierten Lungenperfusion auf die pulmonalarteriellen Drücke und den pulmonalen Wassergehalt
Abstract
dc:description.abstractPulmonale Komplikationen nach Operationen mit CPB zählen zu den häufigsten Ursachen für die perioperative Morbidität. Die Ursachen für die pulmonalen Funktionsstörungen sind nicht restlos geklärt, doch vermutlich spielen Entzündungsreaktionen durch Mediatoraktivierung und die Minderdurchblutung der Lunge mit konsekutiver Lungenischämie während des CPB eine Rolle. Die Entzündungsreaktionen sind bereits multipel untersucht und viele therapeutische Ansätze zu ihrer Verhinderung bzw. Herabsetzung entwickelt worden. <br>Nachdem festgestellt worden ist, dass während des totalen CPB die Blutversorgung der Lun-gen über die Bronchialarterien deutlich abfällt und sich metabolische Lungenveränderungen nachweisen lassen, die auf eine Lungenischämie während des CPB hinweisen, war es in der vorliegenden Studie unser Ziel zu untersuchen, inwieweit durch eine antegrade Perfusion mit oxygeniertem Blut der Lungenschaden verringert werden kann. <br>Die Untersuchungen wurden an Ferkeln durchgeführt, die in drei Gruppen eingeteilt wurden. Die Tiere der Bezugsgruppe erhielten keine Lungenperfusion, die Tiere der zweiten Gruppe eine intermittierende Perfusion und diejenigen der dritten Gruppe eine kontinuierliche Perfusion während der EKZ. Der extrakorporale Kreislauf wurde mit einem zellfreien Volumen vorgefüllt, aus dem auch das Lungenperfusat abgeleitet wurde. Neben Erfassung hämodynamischer und Bestimmung laborchemischer Parameter wurde das „extravaskuläre Lungenwasser“ als Parameter einer möglichen Lungenschädigung bestimmt. <br>In den Lungenperfusionsgruppen wurde im Vergleich zur Bezugsgruppe ein unerwünschter Anstieg des mittleren pulmonalarteriellen Druckes und des pulmonalen Gefäßwiderstandsindex gemessen. In der Gruppe mit kontinuierlicher Lungenperfusion konnte ein Anstieg des EVLW nicht verhindert, im Vergleich zur Bezugsgruppe jedoch verringert werden. Durch die intermittierende Lungenperfusion konnte eine Senkung der erheblichen extravaskulären Flüssigkeitsretention gemessen am EVLW als Folge der extrakorporalen Zirkulation erzielt werden. <br>Im Hinblick auf die klinische Fragestellung stellt die intermittierende Lungenperfusion, trotz des Anstiegs des PVRI und des MPAP somit möglicherweise einen therapeutischen Ansatz zur Verminderung des Lungenischämieschadens dar.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Steyer, Anke
- Contributors dc:contributor
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- Beyersdorf, Friedhelm
Subjects
dc:subject × 4Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1265
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1265