University of Freiburg
Herstellung und Transplantation genetisch modifizierter Spalthaut zur Entwicklung eines gewebeintegrierten Medikamenten-Freisetzungssystems
Abstract
dc:description.abstractSpalthaut (SH) stellt seit Jahren den Goldstandard der Hautdeckung bei Verbrennungen und chronischen bzw. schlecht heilenden Wunden dar. Durch die Kombination der SH-Transplantation mit gentherapeutischen Verfahren, bei denen SH mit Wachstumsfaktorgenen transfiziert wurde, wurde versucht, ein gewebeintegriertes Medikamenten-Freisetzungssystem (GIMFS) zur Verbesserung der Wundheilung zu entwickeln. <br>Zur Transfektion von SH in vitro wurden drei unterschiedliche Methoden angewendet: Lipofektion, Lipofektion kombiniert mit dem Dermojet und partikelmediierter Gentransfer (Genkanone). Übertragen wurde EGF. Als Kontrollgen wurde ß-Gal verwendet. Für die Transfektion von SH in vitro ergab die Verwendung der Genkanone die besten Ergebnisse. Zum Nachweis einer erfolgreichen Transfektion wurden bei EGF-transfizierten Proben die EGF-Konzentrationen im Kulturüberstand mit Anti-hEGF-ELISA gemessen und bei ß-Gal-transfizierten Präparaten die ß-Gal-Aktivität an histologischen Schnitten färberisch dargestellt: EGF-Produktion war laborchemisch bis Tag 4 und ß-Gal im Gewebeschnitt bis Tag 7 nach Transfektion nachweisbar. <br>Weiterführend wurde die Genkanone dazu verwendet, um SH zuerst in vitro mit dem EGF-Gen/ ß-Gal-Gen zu transfizieren und diese dann im Nacktmausmodell auf Vollhautwunden zu transplantieren. Die transfizierte SH wurde als GIMFS eingesetzt, das kontinuierlich EGF oder ß-Gal abgab. EGF war im Gewebehomogenisat mittels ELISA und durch die EGF-Ab-3-Färbung nachweisbar, ß-Gal konnte mit der ß-Gal-Färbung nachgewiesen werden. EGF und ß-Gal waren auf diese Weise bis zum postoperativen Tag 12 belegbar. Die Herstellung eines GIMFS war gelungen. Bei der makroskopischen und mikroskopischen Beurteilung der Wundheilung ergaben sich zwischen der EGF-Therapie-Gruppe und den beiden Vergleichsgruppen ß-Gal und Leerkontrolle keine Unterschiede, obwohl EGF nachweisbar durch ein funktionierendes GIMFS über mehrere Tage in das Wundbett abgegeben wurde.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Körbel, Anja
Subjects
dc:subject × 6Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://freidok.uni-freiburg.de/data/1034
- OAI identifier oai:identifier
- oai:freidok.uni-freiburg.de:1034